Merken

Stadtpark verliert Naturdenkmal

Der alte Silber-Ahorn in Görlitz hat es doch nicht geschafft. Nach dem Brand in der Silvesternacht ist er nun in sich zusammengefallen.

Teilen
Folgen
© nikolaischmidt.de

Einer der prägendsten und ältesten Bäume der Stadt steht nicht mehr. Der Silber-Ahorn im Stadtpark hat das Feuer in der Silvesternacht doch nicht überstanden. Offenbar mutmaßlich durch Silvesterböller in Brand gesetzt (die SZ berichtete), stand der Baum zunächst noch, fiel dann aber in sich zusammen. Die Feuerwehr hatte das Feuer erst nach drei Einsätzen endgültig löschen können. Wie die Stadtverwaltung gestern mitteilte, wurden durch die Flammen so viel statisch relevante Holzsubstanz sowie auch zwei Kronensicherungen vernichtet, dass bei einer Begutachtung, wo der Baum noch vollständig stand, hinsichtlich seiner Bruchsicherheit Gefahr im Verzug attestiert werden musste. Der städtische Betriebshof wurde deshalb unverzüglich mit der Aufstellung eines Bauzauns zur Sicherung des Bereichs beauftragt. Als dieser etwa eine Stunde danach vor Ort war, lag der Baum bereits vollständig.

Bei einem Vor-Ort-Termin mit der Unteren Denkmalschutzbehörde und der Berufsfeuerwehr wurde festgelegt, den noch an einer akut abrissgefährdeten Stammschale befindlichen Starkast von der Feuerwehr abnehmen zu lassen, den Bauzaun bis zur Beräumung des Baumes durch den städtischen Betriebshof aufstellen zu lassen und den Reststamm mit einer Höhe von etwa zwei Metern zunächst zu erhalten. Was mit ihm passieren wird, soll noch entschieden werden.

Anzeige TOP Veranstaltungen
TOP Veranstaltungen
TOP Veranstaltungen

Was ist los in Sachsen und Umland? Wo gibt es was zu erleben? Unsere Top-Veranstaltungen der Woche!

Weiterführende Artikel

Baum-Veteran erlebt seine zweite Feuerprobe

Baum-Veteran erlebt seine zweite Feuerprobe

Der Neujahrstag bescherte der Görlitzer Berufsfeuerwehr gleich zehn Einsätze. Nicht immer ging es dabei aber um Flammen.

Für die Stadt ist der Verlust dieses Garten- und Naturdenkmals „aus gartendenkmalpflegerischer und ökologischer Sicht ein gewaltiger Aderlass“, heißt es. Es sei bitter, dass Menschen das angerichtet haben, nicht etwa die Natur, die selbst bei den letzten, teils verheerenden Stürmen den greisen Baum verschonte. (SZ)