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Stadträte fordern Transparenz

Bautzens OB hatte jetzt zu einer Zukunftskonferenz eingeladen. Dabei ging es auch um den Umgang miteinander.

© www.facebook.com/OB.Alexander.Ahrens

Bautzen. Stadträte und die Stadtspitze wollen sich künftig auch außerhalb des Rathauses zu Gesprächen treffen. Erstmals organisierte Oberbürgermeister Alexander Ahrens (SPD) eine solche Veranstaltung am vergangenen Wochenende. Im Schloss Gröditz traf er sich mit einigen Amtsleitern und 15 Stadträten der Fraktionen von CDU, Linke, SPD, Grüne und dem Bautzener Bürgerbündnis. Wie die Verwaltung mitteilt, wurde in einer dreistündigen Zukunftskonferenz zunächst diskutiert, wie sich die Stadträte künftig besser an den Verwaltungsentscheidungen beteiligen können.

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Wenn es um Haushaltsfragen geht, dann wünschen sich die Stadträte mehr Hintergrundwissen, um die Vorschläge und Bedenken der Verwaltung besser einordnen zu können. Bautzens OB möchte in diesem Zusammenhang für mehr Aufklärung sorgen. Kritisch betrachtet wurden von den Stadträten zudem die Entwicklung eines neuen Grundschulstandortes und die Formen der Bürgerbeteiligung. Es wurden bei dem Treffen aber auch Ideen zur Stadtentwicklung aufgenommen. Diese sollen Bestandteil der aktuellen Diskussionen über das neue Leitbild der Stadt sein. Nach Vorstellungen einiger Stadträte soll der Radverkehr in Bautzen gestärkt und der Autoverkehr in der Altstadt reduziert werden. Zudem wünscht man sich mehr Eigenheimstandorte und bezahlbare Mieten. Im Naherholungsbereich soll die Talsperre wieder vermehrt in den Fokus rücken und Vereine eine stärkere Lobby erhalten.

SPD-Stadtrat Roland Fleischer ist mit dem Treffen zufrieden: „Es war eine interessante Veranstaltung“, erklärt er. Auch Claus Gruhl, der für die Grünen im Stadtrat sitzt, wurde nicht enttäuscht. Zwar seien keine konkreten Ziele festgelegt worden, dafür habe man sich intensiv mit der Kommunikation untereinander auseinandergesetzt. „Ich hoffe, dass uns dieses Treffen etwas gebracht hat, wenn es darum geht, wie wir künftig miteinander sprechen“, sagt Gruhl. Immer wieder hatte es in den Stadtratssitzungen lange Diskussionen, teilweise auch Streit bei den Stadträten untereinander gegeben. (szo)