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Stadtrat beerdigt Busbahnhof am Wiener Platz

Statt einen ZOB zu bauen, soll die Haltestelle an der Bayrischen Straße sicherer werden. Durch eine zusätzliche Fläche soll der Bereich neben dem Dresdner Hauptbahnhof entschärft werden.

© dpa

Der zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) am westlichen Ende des Wiener Platzes wird wohl für immer ein Traum der Stadtverwaltung bleiben. Nach dem Entscheid des Stadtrates vom Donnerstagabend ist der Baustart für das insgesamt rund acht Millionen Euro teure Projekt so fern wie lange nicht. Offen ist nun unter anderem, was die Stadt mit dem Grundstück, das sie für rund zwei Millionen Euro gekauft hat, anfängt.

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Der Stadtrat war mehrheitlich zwei Anträgen von FDP und Grünen gefolgt. Jetzt muss die Stadtverwaltung bis zum Jahresende einen Vorschlag machen, wie die vorhandene Bushaltestelle direkt hinter dem Hauptbahnhof so umgebaut werden kann, dass sie komfortabel und sicher ist. Außerdem muss sich die Rathausspitze überlegen, wo sie künftig die steigende Zahl an Fernbussen unterbekommen will. Die Grünen sehen dafür drei Möglichkeiten: Neben der Bayrischen Straße am Hauptbahnhof sind das der Schlesische Platz am Neustädter Bahnhof und ein Standort in Autobahnnähe, zum Beispiel in Kaditz.

André Schindler von der FDP will vor allem die unübersichtliche Haltestelle an der Bayrischen Straße verbessern. Allein im vergangenen Jahr gab es dort 23 Unfälle. Zwei Personen wurden dabei verletzt. Nutzen will er dafür den Parkplatz des Energieversorgers Enso. Dessen Chef Reiner Zieschank hatte der Stadt zuletzt angeboten, dass sie die Fläche pachten und zum Busbahnhof umbauen könne. „Dort wäre Platz für vier Haltestellen“, so Schindler, der mit Umbaukosten von rund einer Million Euro rechnet.

Der FDP-Mann verspricht sich davon eine gute Lösung für die kommenden Jahre. Den eigentlich geplanten Busbahnhof am Wiener Platz hält er deswegen für überflüssig. „Der Busbahnhof wird sowohl von den Fernbusbetreibern als auch vom Regionalverkehr und den Verkehrsbetrieben abgelehnt.“ Das erworbene Grundstück könne die Stadt ja wieder verkaufen.

Baubürgermeister Jörn Marx (CDU) wollte sich am Freitag nicht zu den neuen Entwicklungen äußern. Die Ausfertigung des Stadtratsbeschlusses liege noch nicht vor. „Wir können uns daher noch nicht zu dessen Umsetzung äußern.“ (SZ/win)