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Stadtrat beschließt neues Nobel-Eck

Der Investor kann nun einen Bauantrag stellen. Schon 2018 sollen die Bagger kommen. Die neuen Wohnungen sind auch für Geringverdiener gedacht.

© Visualisierung: Nöfer Architekten

Von Annechristin Bonß

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Es soll das neue Nobel-Eck am Rand der Dresdner Innenstadt werden. Auf der Fläche zwischen Könneritz-, Jahn- und Laurinstraße sollen mehrere Neubauten entstehen. Dafür werden die DDR-Bauten an der Könneritzstraße weichen. Die Mieter – viele Vereine, gemeinnützige Initiativen und Jungunternehmen – wissen seit Monaten, dass die Hochhäuser abgerissen werden sollen. Mit der Zustimmung aus dem Stadtrat kann der Investor, eine Münchner Immobilienfirma, nun endlich loslegen. Als nächstes muss bei der Stadt ein Bauantrag eingereicht werden. Mindestens drei Monate und bis zu sechs Monate kann die Bearbeitung dauern. Danach wäre ein Baustart möglich. Zuletzt war von einem Termin Mitte 2018 die Rede.

Das Vorhaben sieht eine Bebauung an der Ecke Könneritz-/Jahnstraße vor. Mittelpunkt soll ein Torhaus sein, von dem aus sich zwei Riegel parallel zu den beiden Straßen erstrecken. Ein Hotelanbieter interessiert sich für diesen Teil der Neubauanlage. Hinter Torhaus und Riegel, in Richtung Stadt, sollen mehrere Stadthäuser in terrassenartiger Bauweise aneinandergereiht werden. Hier soll es Büro, Ladenflächen und Studentenappartments geben. Auch bis zu 500 Wohnungen sind geplant. Viele davon haben einen unverstellten Blick auf die Dresdner Altstadt.

Ob es am Ende tatsächlich so viele sind, wird noch beraten. Nach aktuellen Informationen aus dem Stadtplanungsamt sind auch nur 300 Wohnungen denkbar. Eine Entscheidung über Größe und Grundrisse sei noch nicht gefallen, sagt Architekt Tobias Nöfer aus Berlin. Sicher ist jedoch bereits, dass fünf Prozent der Wohnungen für das soziale Wohnen bereitgestellt werden sollen. Das hatte die Stadtverwaltung zur Bedingung für die Genehmigung gemacht.

Mit dem Karree bekommt der Bereich auch drei neue Straßen. Geparkt wird unterirdisch in einer großen Tiefgarage. Eine Flaniermeile verbindet die Neubauten mit dem Schützenhaus. Auch ein privater Spielplatz ist geplant. 120 Millionen Euro kostet der Neubau.

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