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Stadtrat beschließt neuen Flächennutzungsplan

Wilsdruff hat festgelegt, wo künftig neue Wohn- und Gewerbegebiete entstehen können.

© Symbolbild/Andreas Weihs

Von Tobias Winzer und Hauke Heuer

Wilsdruff. Über Monate ist über den Plan diskutiert worden. Es gab Informationsveranstaltungen, Stadtratsdiskussionen und Proteste von Bürgern. Am Ende fiel die Entscheidung eindeutig aus. Der Wilsdruffer Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung den neuen Flächennutzungsplan für das Stadtgebiet beschlossen – einstimmig bei einer Enthaltung. In dem Konzept ist festgelegt, wo in Zukunft theoretisch neue Wohngebiete und neue Gewerbegebiete entstehen können. „Ich will es nicht verhehlen, aber ich hoffe, es ist der letzte Flächennutzungsplan, den ich zu verantworten habe“, sagte Bürgermeister Ralf Rother angesichts des langwierigen Abstimmungsprozesses. Rother feierte kürzlich sein 15. Amtsjubiläum.

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Die größten Flächen für neue Wohnbebauung sind insbesondere im Bereich der Kernstadt Wilsdruff vorgesehen. Südlich des Birkenhainer Weges sollen auf vier Hektar Einfamilienhäuser entstehen. Ursprünglich war hier eine Baufläche von 19 Hektar vorgesehen, die auch in Folge von Einwänden der Bevölkerung reduziert wurde. Ein weiteres großes Wohngebiet in Wilsdruff ist am Ortsrand südlich der Nossener Straße ausgeschrieben. Die hier ausgewiesene Baufläche beträgt 4,32 Hektar. Ebenfalls für Unmut in der Bevölkerung sorgte die Ausweisung des Wohngebietes am Wasserberg in Grumbach. Eine Petition gegen das Wohngebiet wurde von 700 Bürgern unterzeichnet. Die Baufläche wurde in der Folge von 4,8 auf 2,5 Hektar reduziert. Neben vielen kleineren Änderungen ist beispielsweise an der Alten Poststraße in Kesselsdorf eine neue Wohnbaufläche von 1,5 Hektar aufgenommen worden.

Die Hühndorfer Höhe und das Gewerbegebiet in Kesselsdorf werden auch künftig die Orte sein, in denen sich Unternehmen in Wilsdruff ansiedeln. In Kesselsdorf kommen allerdings keine neuen Flächen hinzu. Im Bereich der Hühndorfer Straße sind 14,5 Hektar als Gewerbefläche ausgeschrieben. Hier liegen teilweise schon Planungen vor. Ein neuer Gewerbepark entsteht bereits an der B 173 in Grumbach. Das Areal hat eine Fläche von 7,2 Hektar. Hier wird bereits ein Edeka-Markt gebaut. Weitere Ansiedlungen sollen folgen.

Der Flächennutzungsplan bildet den Rahmen für Wilsdruffs künftige Entwicklung. Wilsdruff braucht vor allem zusätzlichen Wohnraum. Bis 2030 wird die Einwohnerzahl Prognosen zufolge von 14 300 voraussichtlich auf rund 14 800 steigen. Der Saldo der Fort- und Zuzüge aus und nach Wilsdruff ist seit Jahren positiv.

Mit dem Beschluss des Stadtrats ist der Flächennutzungsplan aber noch nicht wirksam. Er muss erst vom Landratsamt geprüft und bestätigt werden. „Wir sind guter Hoffnung, dass er genehmigt wird“, so Bürgermeister Rother.