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Stadtrat hilft Dynamo beim neuen Trainingsgelände

Der Zweitligist bekommt einen Sonderzuschuss von vier Millionen Euro. Nachteile für andere Sportvereine soll das nicht nach sich ziehen.

Von Juliane Richter

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Die Finanzierung für das neue Dynamo-Trainingsgelände im Ostragehege steht. Der Stadtrat hat am Donnerstag dem von der Stadtverwaltung geplanten Sonderzuschuss in Höhe von vier Millionen Euro zugestimmt. Allein die Grünen-Fraktion hat sich enthalten. Mit der Entscheidung ist der Weg für das rund 16 Millionen Euro teure Projekt frei. Neben dem städtischen Zuschuss beteiligt sich auch das Land mit 1,8 Millionen Euro Fördermitteln. Den Großteil der Kosten bringt nun der Bauherr, die städtische Gesellschaft für Immobilienwirtschaft mbH Dresden (DGI), auf. Diese vermietet das Gelände, auf dem ein Funktions- und Wirtschaftsgebäude, zwei Rasen- , ein Kunstrasenplatz und ein Multifunktionsspielfeld sowie andere diverse Sportflächen geplant sind, dann an den Zweitligisten. Nach 25 Jahren kann der Verein das Gelände kaufen. Durch die gezahlte Miete gilt der Kaufpreis dann als getilgt.

Die zuletzt teilweise spürbare Skepsis am Verwaltungsweg hat sich vor allem im Wortbeitrag der Grünen gezeigt. Stadtrat Torsten Schulze verwies auf den Flächennutzungsplan von 1998, in dem die Schlachthofinsel in diesem Bereich ursprünglich als Grünfläche mit Parkcharakter vorgesehen war. Deshalb seien dort einst marode Gebäude abgerissen worden. Kritisch sieht er zudem den künftigen Nutzungsmix von Profis und förderfähigem Nachwuchs auf dem Gelände.

Andere Fraktionen wie die SPD hielten dagegen. Der sportpolitische Sprecher Thomas Blümel bemerkte, dass Bedenken das Projekt in den vergangenen Jahren ausgebremst hätten. „Dieses Zentrum ist eine notwendige Voraussetzung für Fußball im Profibereich“, sagte er. CDU-Rätin Anke Wagner appellierte an den Verein, auch künftig sauber zu wirtschaften. Mitbeschlossen wurde ein zusätzlicher Punkt. Demnach soll der jährliche Betriebskostenzuschuss von 280 000 Euro, den die Stadt durch die Sportförderung übernimmt, nicht zulasten anderer Sportvereine gehen.

Im Ostragehege haben indes die Beräumungsarbeiten begonnen. Im Sommer startet der eigentliche Bau. Der soll nun bis Mitte 2020 dauern. Bis dahin kann Dynamo weiter im Großen Garten trainieren, sagen die Staatlichen Schlösser und Gärten.