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Stadtrat stimmt über Fernsehturm ab

Die Dresdner Linke fordert, sich klar zu einer Wiedereröffnung zu bekennen. Und zu einem zweiten Bauwerk. 

Noch ist die Zukunft des Fernsehturms etwas nebulös, doch das soll sich schnell ändern.
Noch ist die Zukunft des Fernsehturms etwas nebulös, doch das soll sich schnell ändern. © Archivbild: Robert Michael

Die Wiederbelebung des Dresdner Fernsehturms soll noch in dieser Woche auf den Weg gebracht werden. Die Linke stellt im Stadtrat einen Antrag zur Abstimmung, wonach die Verwaltung bis Ende Juni 2019 ein Sanierungs- und Finanzierungskonzept für die Wiedereröffnung entwickeln soll. Konkrete Zahlen seien notwendig, um Fördermittel des Bundes und Landes zu bekommen, sagte Fraktionschef André Schollbach am Dienstag. Die Machbarkeitsstudie, die bereits vorliegt, reiche dafür nicht aus. „Ich erlebe derzeit viel Euphorie, was eine Wiedereröffnung des Fernsehturms angeht. Vor uns liegt aber noch ein langer Weg.“ Bislang habe der Stadtrat keine belastbaren Entscheidungen bezüglich des Wachwitzer Bauwerks getroffen. Es sei nun an der Zeit, sich zu einer Sanierung zu bekennen, so Schollbach. Der Stadtrat tagt am Donnerstag und Freitag.

Außerdem soll sich Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) beim Land für eine Förderung starkmachen. Der Finanzausschuss des Bundestages hatte bereits Anfang November entschieden, im Rahmen einer Denkmalförderung Geld für die Fernsehturmsanierung zur Verfügung zu stellen. Allerdings nur, wenn sich das Land Sachsen und die Landeshauptstadt Dresden die übrigen Kosten teilen.

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Die Linke fordere ein, dass Bauwerke, die in der DDR entstanden, „mit Respekt behandelt werden“, so Schollbach weiter. Deshalb soll sich der Stadtrat auch klar zum Erhalt der Robotronkantine am Hygienemuseum bekennen. 

Blick auf die alte Robotronkantine
Blick auf die alte Robotronkantine © Sven Ellger

Ein Antrag der Fraktion sieht vor, Hilbert zu beauftragen, den Kauf der Immobilie in die Wege zu leiten. Wie das Gebäude genutzt wird, soll ein Runder Tisch entscheiden. Im Gespräch ist, das Kunsthaus Dresden in dem Bau unterzubringen. Auch ein Zukunftslabor wäre denkbar. „Die Kantine ist auf den ersten Blick kein zweiter Kulturpalast, aber dennoch hochwertig gestaltet“, so Marco Dziallas von der Initiative Ostmodern. Die Kantine sei der letzte Baustein für die Industriegeschichte dieses Ortes. Früher befand sich dort die Computerschmiede der DDR.