merken

Stadtrat vergibt Hauptstraßen-Umgestaltung

Auf die erste Ausschreibung hatte sich nur eine Firma beworben. Im zweiten Anlauf hatte Riesa mehr Glück – wird aber mehr bezahlen müssen.

© dpa

Von Stefan Lehmann

Anzeige
Entdecken Sie die neue Tourismusbeilage

Das Elbland vereint die Region um Dresden, Meißen bis hin nach Torgau. Genießer von Kultur, Genuss und Natur kommen hier besonders auf ihre Kosten. 

Riesa. Die viel diskutierte Umgestaltung der Riesaer Hauptstraße ist am Mittwoch erneut Thema im Stadtrat. Dort soll dann der Auftrag vergeben werden, der unter anderem neue Möbel und eine neue Begrünung im Abschnitt zwischen Rathausplatz und Niederlagstraße vorsieht. Die Stadt hatte das Bauvorhaben bereits im Sommer ausgeschrieben. Damals bewarb sich lediglich ein Unternehmen, dessen Angebot allerdings deutlich über der Kalkulation von etwa 218 400 Euro lag. Die Mehrkosten hätten die Stadt und damit letztlich die Riesaer Steuerzahler tragen müssen. Das wäre nicht vertretbar gewesen, erklärte Oberbürgermeister Marco Müller damals gegenüber der SZ.

Daher startete die Stadt eine beschränkte Ausschreibung und schrieb nochmals zehn Unternehmen an, woraufhin schließlich sechs gültige Angebote im Rathaus eingingen. Kostenpunkt: zwischen rund 266 300 und 394 280 Euro. Damit liegt das günstigste Angebot, für das die Stadträte nun stimmen sollen, immer noch über den kalkulierten Kosten – allerdings nur noch um etwa 22 statt wie bisher 69 Prozent. Den Zuschlag erhielte dann die Firma Reichelt aus Riesa.

Die neuen Elemente auf dem Riesaer Boulevard sollen die aus dem Jahr 1994 stammende Möblierung ersetzen und den Aufenthalt auf dem Boulevard wieder attraktiver machen. Die Einzelhändler in dem Abschnitt erhoffen sich davon auch einen größeren Kundenzulauf. Für die Umgestaltung bekommt die Stadt Fördergelder vom Bund. Stimmt der Stadtrat zu, dann könnten die Arbeiten bereits Anfang Dezember beginnen und voraussichtlich bis Juni abgeschlossen sein – gut drei Monate vor dem Tag der Sachsen. (mit veb)