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Stadtrats-Ausschuss vertagt das Thema Hundeklos zum dritten Mal

Das Gremium konntesich nicht auf Maßnahmen gegen stinkendeHäufchen einigen.

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Von Thilo Alexe

Zusätzliche Hundetoiletten wird es in Dresden vorerst nicht geben: Auch im dritten Anlauf hat der Umweltausschuss gestern einen entsprechenden Antrag der Grünen vertagt. Damit bleibt es bei knapp 100 sogenannten Beutelspenden, die Hundebesitzern das Beseitigen vom Kot ihrer Tiere erleichtern sollen. Im Stadtgebiet leben rund 12000 Hunde.

Das erneute Vertagen des Antrages ist Ausdruck unterschiedlicher ordnungspolitischer Ansätze von CDU und Grünen. Die Christdemokraten lehnten es ab, zusätzliches Geld für die Kot-Beseitigung bereitzustellen. Stattdessen sollen die Halter stärker in die Pflicht genommen und zivile Kontrolleure eingesetzt werden, sagte Stadtrat Martin Modschiedler. Grünen-Frau Elke Zimmermann hielt zunächst an ihrem Antrag fest: Ein Teil der Einnahmen aus der Hundesteuer von 1,2 Millionen Euro jährlich sollen für weitere Spender und sogenannte Kotsauger verwendet werden.

Mehrere Redner wiesen darauf hin, dass die Beutelspender unterschiedlich akzeptiert würden. Vor allem in Pieschen und der Neustadt sei das Resultat unbefriedigend. In Prohlis allerdings griffen Hundebesitzer oft zum Beutel, um Hinterlassenschaften ihrer Tiere zu beseitigen. Dort gebe es allerdings auch eine entsprechende Bürgerinitiative. sagte Umweltbürgermeister Dirk Hilbert (FDP).

Vertreter von Grünen und CDU wollen sich nun zusammensetzen, um einen gemeinsamen Kurs zu finden. Sie beantragten nach langer Debatte und Auszeit schließlich erfolgreich die Vertagung.