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Stadtrundfahrt zum Neptunbrunnen?

Das versteckte Kunstwerk im Friedrichstädter Krankenhaus soll für Besucher besser zugänglich gemacht werden.

© André Wirsig

Von Nora Domschke

Aus 22 Haltestellen der großen Stadtrundfahrt sollen 23 werden – das wünscht sich zumindest SPD-Stadtrat Peter Bartels. Und er hat auch schon eine konkrete Idee, wo die zusätzliche Station der roten Doppelstockbusse sein soll: am Städtischen Klinikum in der Friedrichstadt. Bartels geht es darum, einen der bedeutendsten Dresdner Brunnen der Barockzeit für Touristen besser zugänglich zu machen. Verborgen an einer Mauer im Gebäudekomplex des Krankenhauses steht der Neptunbrunnen.

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Überlegungen, ihn mehr in die Öffentlichkeit zu holen, gibt es schon seit Jahrzehnten. Andere Standorte, etwa am Neumarkt oder im Park des Japanischen Palais, waren zuletzt im Gespräch (die SZ berichtete). Als Technischer Leiter im Friedrichstädter Krankenhaus kümmerte sich Bartels bis 2009 auch um den Brunnen, hat sich etwa für dessen Sanierung eingesetzt und dafür gesorgt, dass er auch von der Wachsbleichstraße aus zugänglich ist. Nun also die Idee, das Kunstwerk in die Route der Stadtrundfahrt einzubinden. Damit stößt Bartels auf offene Ohren: „Die Erschließung des Brunnens ist auch in unserem Interesse“, sagt Viviane Piffczyk. Die Sprecherin des Städtischen Klinikums hält die Wachsbleichstraße für eine Haltestelle der Doppelstockbusse aber für eher ungeeignet, die Friedrichstraße sei stattdessen denkbar. Im Mai eröffnet im sanierten Haus N des Klinikums ein Café mit Blick auf den Brunnen.

Zustimmung gibt es auch von der Stadt. „Die Integration in die Stadtrundfahrt ist aus Sicht des Geschäftsbereichs Kultur und Tourismus wünschenswert. Seitens der Dresdner Stadtrundfahrt wurde bereits signalisiert, dass die sich das auch vorstellen können“, heißt es aus dem Rathaus.

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