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Stadtwerker werden zu Lebensrettern

Mitarbeiter der Stadtwerke Görlitz spenden Blut in den eigenen Räumen. Das soll nicht die einzige Aktion bleiben.

© dpa

Die Görlitzer Stadtwerke werden den DRK-Spendedienst mit einem weiteren Aktionstag im Unternehmen unterstützen. Das sagt Peter Starre, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke AG, nach der jüngsten Initiative, die zwischen den beiden Beteiligten mit Erfolg in Görlitz gelaufen ist. „Wir sind von dem Interesse und der Bereitschaft unserer Mitarbeiter überwältigt“, schildert Peter Starre. Er selbst hatte sich auch „unter die Nadel“ gelegt. Denn jeder Tropfen zähle. Die Blutkonserven aus der Region sind dabei auch für die Region bestimmt.

Spenderblut wird zur Behandlung von teils lebensgefährlich erkrankten Menschen dringend benötigt. Bundesweit sind das täglich um die 15 000 Blutspenden. Dabei haben die Blutpräparate nur eine kurze Haltbarkeit. Eine Vollblutspende kann zum Beispiel nur 35 bis 42 Tage verwendet werden. An jedem Werktag benötigt der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost, zu dem neben den Regionen Berlin, Brandenburg, Hamburg und Schleswig-Holstein auch das Land Sachsen gehört, rund 1 900 Blutspenden. Für Sachsen sind es allein 700, um die Patientenversorgung mit den lebensrettenden Blutpräparaten kontinuierlich gewährleisten zu können. Möglich ist das nur, weil sich so viele Spender immer wieder bereiterklären und es solche Aktionen gibt wie jetzt mit den Görlitzer Stadtwerken. Auch andere Unternehmen handhaben das so. Schulen und Arztpraxen stellen regelmäßig Räume bereit, damit Spender, besonders auf dem Land, kürzere Wege haben.

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In der gesamten Bundesrepublik werden über das Jahr gesehen durch die Blutspendedienste des Deutschen Roten Kreuzes etwa drei Millionen Vollblutspenden für die Versorgung der Kliniken in Deutschland bereitgestellt. Das DRK sichert auf diese Weise etwa 70 Prozent der notwendigen Blutversorgung, nach strengen ethischen Normen – freiwillig, gemeinnützig und unentgeltlich. Der Blutspendedienst Nord-Ost ist dabei einer von sechs regional tätigen Spendediensten des DRK.

Blutspender müssen mindestens 18 Jahre alt und gesund sein. Bei der ersten Spende sollte ein Alter von 65 nicht überschritten werden. Bis zum 73. Geburtstag ist derzeit eine Blutspende möglich, vorausgesetzt der Gesundheitszustand lässt dies zu. Bei einer ärztlichen Voruntersuchung wird die Eignung tagesaktuell geprüft. Bis zu sechsmal innerhalb eines Jahres dürfen Männer spenden, Frauen bis zu viermal innerhalb von zwölf Monaten. Zwischen zwei Spenden liegen mindestens acht Wochen. Zur Blutspende ist der Personalausweis mitzubringen.