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Städtebahn steht noch bis März still

Zwischen Sebnitz und Neustadt fahren seit Monaten nur Busse. Jetzt muss der Ersatzverkehr erneut verlängert werden.

Für Kunden der Städtebahn Sachsen, die zwischen Neustadt und Sebnitz pendelt, gilt dieses Motto länger als geplant. Auf der Strecke wird bis voraussichtlich 1. März 2019 kein Zug mehr fahren.
Für Kunden der Städtebahn Sachsen, die zwischen Neustadt und Sebnitz pendelt, gilt dieses Motto länger als geplant. Auf der Strecke wird bis voraussichtlich 1. März 2019 kein Zug mehr fahren. © Daniel Förster

Von Gunnar Klehm

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Neustadt/Sebnitz. Bus statt Bahn: Für Kunden der Städtebahn Sachsen, die zwischen Neustadt und Sebnitz pendelt, gilt dieses Motto länger als geplant. Auf der Strecke wird bis voraussichtlich 1. März 2019 kein Zug mehr fahren. Das teilt der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) mit. Ursprünglich sollte der Schienenersatzverkehr ab 1. November beendet werden, dann war vom 8. Dezember die Rede. Jetzt wird der Ersatzverkehr bis März nächsten Jahres verlängert. Der Grund für den Zugausfall sei erneut Personalmangel. Die Städtebahn schafft es nicht, genügend Lokführer bereitzustellen. Obwohl das Unternehmen in den vergangenen Monaten einen Maßnahmenkatalog umgesetzt hat, um die Situation zu verbessern. Es wurden beispielsweise Lokführer ausgeliehen, eine eigene Ausbildung gestartet und ein Tarifvertrag verhandelt. Dem Verkehrsverbund Oberelbe als Vertragspartner ist das zu wenig. „Wir erwarten weitere Anstrengungen, bis die Städtebahn die vertraglich vereinbarten Leistungen bringt“, sagt Burkhard Ehlen, VVO-Geschäftsführer. Die aktuelle Arbeitsmarktsituation mache dies nicht leicht. Laut Bundesagentur für Arbeit dauert es derzeit fast 200 Tage, eine Stelle für Lockführer zu besetzen. Der Bedarf könne zudem nicht aus der Arbeitslosigkeit gedeckt werden. Auf 100 offene Stellen kommen bundesweit rechnerisch nur 36 arbeitslose Lockführer. (SZ/kat)