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Stahlwerk bittet Kretschmer um Hilfe

Sachsens Ministerpräsident schaute sich jetzt bei Feralpi um. Dabei ging es auch um den Stromverbrauch.

© Sächsische Staatskanzlei

Riesa. Riesas Stahlwerk verbraucht pro Jahr knapp 535 Millionen Kilowattstunden – deshalb ist laut Feralpi die weitgehende Befreiung von der EEG-Umlage unverzichtbar. Das brachte Werksdirektor Frank Jürgen Schaefer am Montag Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) nahe, der bei seinem Riesa-Besuch auch im Stahlwerk zu Gast war. „Bis 2020 werden wir zwar durch bereits umgesetzte und weitere geplante Effizienzmaßnahmen unsere spezifischen Stromverbräuche gegenüber 2008 um 14 Prozent senken können, dennoch kämen ohne diese Regelung Mehrkosten im zweistelligen Millionenbereich auf uns zu“, erklärte Schaefer. Eine zweite Herausforderung sei der Fachkräftemangel.

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Kretschmer versprach, sich weiter für die berufliche Bildung und die Stärkung der Oberschulen einzusetzen.

„Ich bin beeindruckt von dem Know-how und von der Arbeit im Riesaer Stahlwerk. Hier arbeiten etwa 460 Mitarbeiter, darunter 22 Azubis, unter modernsten Bedingungen. Das Stahlwerk ist ein wichtiger Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktor für die Region.“ Der Ministerpräsident ließ sich auch den Abstich aus dem Elektrolichtbogenofen erläutern. Das dort eingesetzte Verfahren spart im Vergleich zu herkömmlichen Produktionsprozessen mit Hochofen und Blasstahlwerk bis zu 75 Prozent Energie. (SZ