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Starkes Gastspiel

Die Elbflorenz-Handballer gewinnen bei den Rhein Vikings auch das zweite Duell der Aufsteiger in die 2. Bundesliga.

© Robert Michael

Von Maik Schwert

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Der HC Rhein Vikings liegt in der Tabelle der 2. Handball-Bundesliga auch nach dem 25. Spieltag auf Platz 14 – und dadurch weiter direkt vor dem HC Elbflorenz auf Position 15. Doch die beiden direkten Duelle der zwei Aufsteiger entschieden die Dresdner für sich. Nach dem 27:25 im Heimspiel gewannen sie am Sonnabend in Düsseldorf vor 682 Zuschauern mit 24:21 (11:10). Mit ihren Auswärtspunkten vier und fünf holten sie außerdem zwei wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt.

Dabei ragten der sehr gut aufspielende Linksaußen Julius Dierberg mit fünf Toren, darunter ein Siebenmeter, und der erneut positiv auffallende Robin Hoffmann, der bereits beim Heimerfolg gegen Balingen-Weilstetten zu den Matchwinnern gehörte, mit vier Treffern heraus. „Wir wussten, dass uns die Rhein Vikings nichts schenken“, sagte er. „Wir mussten sogar eine Schippe drauflegen, um die Punkte zu holen.“ Seine Mannschaft stellte mit dem Auswärtssieg den Anschluss zu den Klubs vor ihr wieder etwas mehr her. Der HC Elbflorenz liegt mit 19:31 Zählern dicht hinter Tusem Essen, dem Wilhelmshavener SV und Düsseldorf (alle 20:30). Außerdem baute der HC Elbflorenz seinen Vorsprung auf die direkt hinter ihm rangierenden Vereine in der 20er-Staffel auf drei Zähler aus.

Das erste Tor durch Daniel Pankofer sollte der einzige Rückstand der Dresdner in dieser Partie bleiben. Anschließend ließen sie die Rhein Vikings in keiner der engen Phasen an sich vorbeiziehen. Der dreifache Torschütze René Boese schloss in der 8. Minute einen Konter zum 6:2 ab. Sein Team agierte im Tempogegenstoßspiel deutlich besser als Düsseldorf. Doch nach dem 9:6 in der 14. Minute folgte eine dieser HC-Elbflorenz-Phasen, die Christian Pöhler immer wieder Sorgen bereiten. „Sieben technische Regelfehler in der ersten Hälfte sind einfach einige zu viel“, sagte der Dresdner Trainer. Seine Schützlinge mussten das 9:9 durch Pankofer in der 22. Minute hinnehmen. Danach blieb es bis zur Schlussphase spannend. Erst herrschte nach dem 12:12 in der 34. Minute ein Waffenstillstand. Dann entwickelte sich ab dem 13:13 in der 43. Minute ein offener Schlagabtausch. Sebastian Greß belebte das Spiel des HC Elbflorenz und erzielte in der 50. Minute das 18:16. Weitere sieben Minuten später fiel mit dem 21:18 durch Adrian Kammlodt die Vorentscheidung. In dieser Phase funktionierte das Überzahlspiel der Dresdner. Sie überzeugten besonders mit einer starken Abwehr, starken Kontern und starken Nerven. „Es war vor allem in der Defensive eine gute Mannschaftsleistung mit einem guten Torhüter dahinter“, sagte Kreisspieler Henning Quade, der zwei Tore zum Erfolg beisteuerte. „Wir haben uns als Team weiterentwickelt, sind hungrig auf weitere Erfolge und bereit, weitere Schlachten zu schlagen.“

Pöhler sah das ähnlich. „Alle wussten, dass es eine wichtige Partie ist“, sagte er. Es sei für beide Mannschaften ein Vier-Punkte-Spiel gewesen, „und so sind wir es auch angegangen“. Sein Team habe einen sehr guten Start gehabt und dann ein paar Fehler zu viel gemacht. „Eigentlich hätten wir zur Pause deutlicher vorn liegen müssen und haben uns in der Kabine schon gesagt, dass die nur knappe Führung an uns lag.“ In der zweiten Halbzeit sei die Abwehr mit dem starken Torwart Hendrik Halfmann dahinter wieder gut gewesen. „Hinten raus hatten wir einfach ein bisschen mehr Luft und wichtige Abschlüsse von außen, die uns den Vorsprung bescherten.“ Am Ende habe seine Mannschaft den Auswärtssieg dann souverän nach Hause gebracht.