Partner im RedaktionsNetzwerk Deutschland
Merken

Stars in Badelatschen

Die neue Saison naht. Den Fans haben sich die Lausitzer Füchse am Freitagabend im Weißwasseraner Jahnbad vorgestellt.

Teilen
Folgen
NEU!
© Rolf Ullmann

Von Rolf Ullmann

Passt das überhaupt zusammen? Eishockeyspieler in Badelatschen auf einem Steg im Jahnbad statt auf den blanken Kufen in der gewohnten Eisarena in Weißwasser? Um es gleich vorwegzunehmen, es passte sehr gut zusammen, zur Freude der zahlreichen Fans, der Spieler sowie der Verantwortlichen für die Mannschaft der Lausitzer Füchse. Andreas Friebel, der Pressesprecher, sagte, dass an diesem Freitagabend gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen wurden. Denn zum einen stieß diese Fan-Party die Tore zu einer neuen ganz ungewöhnlichen Mannschaftsvorstellung auf und zum anderen kehrte der Eishockeysport in Weißwasser damit zu seinen Wurzeln zurück.

Gregor Kubail (2. v. r.) stellte das neue Trikot für die Lausitzer Füchse vor.
Gregor Kubail (2. v. r.) stellte das neue Trikot für die Lausitzer Füchse vor. © Rolf Ullmann
Finn, Willi, Felix und Ben sammelten fleißig Autogramme der Füchse.
Finn, Willi, Felix und Ben sammelten fleißig Autogramme der Füchse. © Rolf Ullmann

Denn hier auf der Eisfläche des Jahnbades jagten ab 1950 die Spieler der damaligen BSG Kristall Weißwasser dem Puck nach. Hier trainierten sie und maßen ihre Kräfte mit den Kontrahenten auf dem Jahnteich. Diese Ära endete schließlich 1959, als die Mannschaft, nun unter dem Namen Dynamo Weißwasser, ins neue Kunsteisstadion „Wilhelm Pieck“ umziehen konnte.

Heute gehören Weißwasser und der Eishockeysport einfach zusammen. Auch diesmal waren die Fans gespannt, wer streift sich die neuen Spielertrikots in der bevorstehenden Saison über? Welche Pläne und Ziele verfolgen die Trainer sowie die Verantwortlichen in den nun kommenden Wochen und Monaten?

Als erste Gesprächspartner stellten sich der neue Trainer Hannu Järvenpää aus Finnland sowie der Co-Trainer Robert Hoffmann während der einstündigen Mannschaftsvorstellung den Fragen von Pressesprecher Andreas Friebel. Die Einschätzung des Trainers fällt sehr optimistisch aus. „Die ersten Wochen mit ihren drei Vorbereitungsspielen sind sehr gut gelaufen. Die Mannschaft mit ihren jungen und nach Erfolg hungrigen Spielern ist auf dem richtigen Weg“, sagt er.

Die unmittelbar bevorstehende schwere Begegnung mit der Mannschaft aus dem tschechischen Litvinov sollte am Sonntag so zu einer weiteren Nagelprobe in der Vorbereitung auf die neue Saison werden.

In kleineren Gruppen überquerten die Eishockeycracks den Steg zwischen dem Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich, um über ihre Vorstellungen und Pläne mit Andreas Friebel zu plaudern. Und der Pressesprecher ließ es dabei ordentlich menscheln. Denn neben ihrer sportlichen Entwicklung entlockte er den Spielern auch die eine oder andere Information über das Private, ohne dabei aber indiskret zu werden. Die positive Einschätzung des Trainers hinsichtlich der Mannschaft teilten sie ausnahmslos. So sagte der gebürtige Nieskyer Maximilian Adam: „Ich habe schon mal in Weißwasser gespielt und es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Deswegen bin ich nun gerne hierher zurückgekehrt.“

Geschäftsführer Dirk Rohrbach blickte in seinem Gespräch vor dem Mikrofon auf sehr angespannte und mit Terminen gespickte Wochen und Monate der Vorbereitungszeit zurück. „Mit über 300 potenziellen Sponsoren führten wir sehr intensive Gespräche. In der kommenden Saison haben wir auch viel mit den Sponsoren sowie den Fans vor“, sagt er. So steigt in 14 Tagen unter anderem ein Fan-Forum. Auch für Dirk Rohrbach gab es am Freitagabend eine klare Vorgabe für die kommende Saison. „Wir wollen die Playoffs als das große Ziel erreichen. Dazu haben wir die Mannschaft verjüngt, und sie hat das Zeug dazu dieses Ziel zu erreichen.“ Am 18. September steigt gegen Kaufbeuren das erste Heimspiel der Füchse.