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Start für Brückenbau

Die Straße nach Tröbigau wird für voraussichtlich fünf Monate gesperrt. Für eine Maßnahme, die seit Jahren überfällig ist.

© dpa

Schmölln. Sie gilt seit Jahren als die schlechteste Straßenbrücke im Landkreis Bautzen – die Überquerung übers Schwarzwasser an der Tröbigauer Straße in Schmölln. Nun endlich sind ihre Tage gezählt. In zwei Wochen beginnen der Abriss der alten und der Bau einer neuen Brücke. Nachdem nun die Fördermittel geklärt sind und der Bau mit allen Anliegern abgestimmt ist, werden die Bauarbeiten am 5. März starten, teilte das Landratsamt am Freitag mit.

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Die Brücke ist für den Schwerverkehr über zwölf Tonnen schon lange gesperrt. Die Fahrbahn ist durch rot-weiße Plastikelemente eingeschränkt, sodass auf der Brücke ein Begegnungsverkehr nicht möglich ist. Die Leitelemente trennen die Straße von einem Weg für Fußgänger. Die letzte Brückenprüfung, die turnusmäßig durch einen Sachverständigen durchgeführt wird, ergab die Note 3,5 – Alarmstufe Rot. Bei einer Vier hätte der Gutachter die Sperrung des Bauwerks empfehlen müssen. Das hätte nicht nur Schmöllner, Neuschmöllner und Tröbigauer hart getroffen; auch die kürzeste Verbindung zwischen Bischofswerda und Gaußig wäre damit dicht gewesen. Doch so weit kommt es nun zum Glück nicht.

Für den Brückenbau muss die Tröbigauer Straße unterhalb der Schmöllner Kirche voraussichtlich bis zum 31. Juli voll gesperrt werden. Eine Umleitung wird über Tröbigau ausgeschildert, informiert das Landratsamt weiter. Für die Besucher der Gemeindeverwaltung Schmölln-Putzkau wird ein vorübergehender Parkplatz am Schulweg eingerichtet.

Die künftige Brücke wird nicht nur modern und sicher, sondern auch wesentlich breiter als die bisherige sein. Diese hat – ohne die Absperrungen – eine Fahrbahnbreite von 6,55 Metern. Das ist nach Einschätzung des Landratsamtes äußert knapp, zumal sich die Brücke gleich neben der Einmündung in die Straße nach Demitz-Thumitz befindet. Die neue Brücke wird 9,25 Meter breit sein und nicht nur Fahrzeugen ausreichend Platz bieten, sondern auf einer Seite auch einen Fußweg haben. Gebaut wird die Brücke durch die Firma Montag aus Sebnitz. (SZ/ir)