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Radwegebau Richtung Hartha startet

Mehr als acht Jahre hat es von der Idee bis zum ersten Spatenstich gedauert. Bisher gibt es nur für den ersten Abschnitt eine Baugenehmigung.

© Dietmar Thomas

Von Sylvia Jentzsch

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Hartha/Waldheim. Endlich hat er richtig begonnen, der Radwegebau auf der ehemaligen Bahnstrecke von Waldheim nach Rochlitz. Uwe Beck von der Firma Walter Straßenbau KG aus Etzdorf ist schon mit der Planierraupe vor Ort. Los geht es zunächst mit dem Ausbau des Wirtschaftsweges zum Radweg rund 130 Meter oberhalb des Anschlusses Diedenhainer Weg auf einer Länge von 400 Metern. Im Anschluss erfolgt der Weiterbau des Radweges auf der alten Bahnstrecke Waldheim-Rochlitz bis unmittelbar vor die Staatsstraße 36 zwischen Waldheim und Hartha.

„Es hat lange gedauert, bis die Baufirma mit den Arbeiten beginnen konnte. Aber es wird und das ist die Hauptsache“, sagte Thomas Arnold (parteilos), Bürgermeister von Geringswalde. Er koordiniert vonseiten der Anliegergemeinden das Vorhaben. „Schön wäre es gewesen, wenn es eher losgegangen wäre. Aber wenn jetzt die Baufahrzeuge rollen, ist das viel wert“, so Arnold. Während nun der erste Abschnitt realisiert wird, ist der zweite im Genehmigungsverfahren. Das heißt, nach der Offenlegung der Planung hatten die Träger öffentlicher Belange (TöB) die Möglichkeit, Einsprüche geltend zu machen. Die werden, wenn sie begründet sind, in die Planung eingearbeitet, die noch genehmigt werden muss.

Die Gesamtlänge der ersten Baustrecke beträgt zunächst 1,9 Kilometer. Der Radweg wird auf einer Breite von 2,50 Metern in Asphaltbauweise hergestellt. Hinzu kommen auf beiden Seiten jeweils 50 Zentimeter Bankettstreifen. „Die betroffenen Anlieger wurden vorab informiert. Einschränkungen werden zusätzlich rechtzeitig vom beauftragten Bauunternehmen Walter Straßenbau KG bekannt gegeben“, sagte die Pressesprecherin des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) Isabel Siebert. Einschränkungen für Verkehrsteilnehmer entstehen kurzfristig auf der Steinaer Straße während des Ausbaus des neuen Radweges im Fahrbahnbereich sowie des Weges Am alten Sägewerk. Dieser Weg erhält auf 160 Metern Baulänge ebenfalls eine neue Befestigung aus Asphaltbeton. „Es ist geplant, dass die Asphaltarbeiten bis Ende Oktober abgeschlossen sind“, so Siebert.

Auch die Vorbereitungen für den zweiten Teil des ersten Bauabschnitts seien bereits in vollem Gange. „Für den 2,6 Kilometer langen Folgeabschnitt bis westlich von Hartha entlang der Umgehungsstraße wird die öffentliche Ausschreibung der Straßenbauleistung vorbereitet.

Von der Idee, einen straßenbegleitenden Radweg auf dem Bahndamm zu bauen, bis zur Umsetzung hat es mehr als acht Jahre gedauert. Erster Schritt für die Entstehung des Radweges zwischen Waldheim und Rochlitz war die Zustimmung der an der Strecke liegenden Städte und Gemeinden zur Entwidmung der ehemaligen Bahnstrecke. Das war im Jahr 2009.

Bis Ende 2012 wurde der Bereich beräumt – Schienen und Schwellen abgebaut und ein Betonrecycling in den Boden eingearbeitet. Das hat alles der damalige Eigentümer der Strecke, die Firma Eisenbahn-Handelsgesellschaft, übernommen, die das Gelände von der Deutschen Bahn erwarb. Schon damals wurde vertraglich festgelegt, dass die anliegenden Kommunen das auf ihrem Gebiet liegende Gelände käuflich erwerben. Das war dann auch der Fall.

Auf der gut beräumten Strecke wurde seit 2013 der Natur freien Lauf gelassen, so dass sich auf dem einst geschotterten Weg wieder Bäume und andere Pflanzen ansiedeln konnten. Ende vergangenen Jahres hatte dann die Erfurter Firma SB Grünbau GmbH mit den Fällarbeiten im ersten Abschnitt auf dem ehemaligen Bahndamm begonnen. Anschließend mussten noch Zauneidechsen umgesiedelt werden.

Die Gesamtkosten für den ersten Bauabschnitt von Waldheim bis zum Ortseingang Geringswalde, Höhe Klosterallee, mit einer Länge von 8,3 Kilometern betragen 1,77 Millionen Euro. Insgesamt soll das Projekt voraussichtlich rund vier Millionen Euro kosten. Das Lasuv übernimmt sowohl die Planung, als auch die Finanzierung und Umsetzung des Vorhabens.