merken

Startschuss für 100-Millionen-Projekt

In der Johannstadt wird nicht nur die Sparkasse erweitert. Dort sind auch fast 400 Wohnungen, Läden und Restaurants geplant.

© Visualisierung: Code Unique Architekten

Von Sarah Grundmann

Ein Impuls für die Johannstadt seien die Pläne zwischen Elsasser, Gerok- und Elisenstraße, sagt Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne). Dort soll nicht nur ein Erweiterungsbau für die Sparkasse entstehen. Es ist auch ein Wohnquartier geplant – das Quartier der Generationen.

Anzeige
Eine Pflegeimmobilie als Kapitalanlage
Eine Pflegeimmobilie als Kapitalanlage

In Hainichen kann ab sofort sicher, sorglos und sozial wertvoll Geld angelegt werden.

Neben 211 seniorengerechten Wohnungen entstehen 137 möblierte Apartments für Studenten. Diese haben nur ein Zimmer und sind zwischen 25 und 40 Quadratmeter groß. Die größeren Wohnungen haben zwei bis fünf Zimmer und zwischen 45 und 100 Quadratmeter. Doch in dem neuen Quartier soll nicht nur gewohnt, sondern auch gearbeitet, geshoppt und gegessen werden. So sind 1 500 Quadratmeter Fläche für Büros reserviert, unter anderem für ein Vermietungsbüro des Investors ZBI Bau- und Entwicklungsgesellschaft Dresden, eine Tochter der Zentral Boden Immobilien AG aus Erlangen.

Zudem soll es ein Fitness- und Therapiezentrum, sieben Läden sowie zwei Gastro-Flächen geben. Die ersten Mieter stehen bereits fest, wie ZBI-Vorstand Christian Reißing mitteilt. „Rewe und ein Tui-Reisebüro werden einziehen“, sagt er. Mit anderen Interessenten werde verhandelt. „Ein Drogerie-Markt soll noch kommen. Müller ist es nicht.“ Auf die Aussage, dass dann nur noch Rossmann oder DM bleiben, folgt ein verschmitztes Lächeln und Schweigen. Die beiden Gastro-Flächen sollen mit einem Restaurant und einem Bäcker mit Café belegt werden. Für so viel Rundum-Service müssen die künftigen Bewohner einiges bezahlen. Zwischen 10 und 11,50 Euro kalt wird der Quadratmeter kosten. Dafür geht der Investor von geringen Nebenkosten aus: maximal zwei Euro pro Quadratmeter.

Neben der ZBI baut auf der Johannstädter Brache auch die Sparkasse: Einen rund 70 Meter langen Erweiterungsbau, der an den 1914 errichteten Hauptsitz anschließt. Dem drohte nach der Zerbombung im Zweiten Weltkrieg sogar der Abriss. Dieser konnte jedoch abgewendet, das Haus kurz nach der Wende saniert und bereits einmal erweitert werden. Für den zweiten Anbau investiert die Ostsächsische Sparkasse 22 Millionen Euro, die ZBI 95 Millionen. Geplantes Bauende ist Anfang 2020.

In dem Fall ist es nur der Anfang; nur ein Impuls von vielen, sagt Schmidt-Lamontain. In den kommenden Jahren rücke die Johannstadt zunehmend in den Fokus der Verwaltung. Investitionen in Infrastruktur, Soziales, Grünflächen und Wohnraum seien geplant. So entstehen auf der Florian-Geyer-Straße Sozialwohnungen.