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Startschuss für das Bürgerhaus

Seit Jahren wird über eine Erweiterung des Dreiseithofes an der Alten Hauptstraße in Leppersdorf diskutiert. In einigen Wochen sollen die Arbeiten beginnen.

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© Willem Darrelmann

Von Thomas Drendel

Wachau. Die Gemeinde Wachau hat derzeit gleich mehrere Großprojekte zu bewältigen. In diesen Tagen beginnen die Arbeiten am neuen Gemeindeamt in der Wachauer Ortsmitte, dann steht der Ausbau der Straße An den Breiten in Leppersdorf an. Bei den Vorhaben gehen die Baukosten in die Millionen. Außerdem ist der Neubau des Bürgerhauses in Leppersdorf angekündigt. Nach früheren Angaben sollten im Herbst die ersten Arbeiten beginnen. Doch noch ist am Dreiseithof an der Alten Hauptstraße nichts passiert.

Wird das Projekt wegen der anderen Vorhaben hintangestellt? Einwohner von Leppersdorf haben sich mit der Frage an die SZ gewandt. „Keineswegs“, sagt der Wachauer Bürgermeister Veit Künzelmann (CDU). „Wir arbeiten mit Hochdruck an der Ausschreibung. Die Unterlagen für den Abbruch sind bereits fertig. Ich rechne damit, dass die Vergabe jetzt zügig erfolgt und wir im Januar oder im Februar mit den Abrissarbeiten beginnen können.“

Sobald es das Wetter zulässt, könnte im Frühjahr dann mit dem Hochbau begonnen werden. Sollte dann auch während der Bauphase alles glatt gehen, könnte der Saal eventuell schon im Herbst 2018 genutzt werden, gibt sich der Bürgermeister optimistisch. Schon jetzt ist klar, wie das neue Dorfgemeinschaftshaus aussehen wird. Herzstück ist der neue Saal für rund einhundert Personen. Er hat eine Größe von 92 Quadratmetern. Er befindet sich von der Straße aus gesehen hinter dem Fachwerkhaus und wird komplett neu errichtet. Auf der außen gelegenen Seite des Saales sind große Fenster vorgesehen, die zu einer Terrasse zeigen. In der warmen Jahreszeit ist es möglich, auch dort draußen Tische und Stühle aufzustellen.

Der Saal ist durch einen kurzen Gang mit dem großen Scheunengebäude verbunden. Es bildet die Rückfront des Dreiseithofes. Die Scheune wird ausgebaut. Dort ziehen die Leppersdorfer Ortsbibliothek ein, eine Küche und Garderoben werden untergebracht sowie Toiletten eingebaut. Der rechte Teil bleibt weiterhin dem Bauhof vorbehalten. Geheizt werden der Saal und die Nebenräume mit einer Wärmepumpe und einer Gas-Therme.

Alle Gebäude des Dreiseithofs stehen unter Denkmalschutz. Bei der Scheune mussten die Planer vom Radeberger Büro Schubert darauf achten, dass die Hülle im Wesentlichen unverändert bleibt. So werden unter anderem die Holzverschalung und die großen Holztore erhalten. Der Innenhof wird gepflastert. Er ist groß genug, dass hier künftig beispielsweise die Leppersdorfer Weihnachtsmärkte stattfinden können.

Parkplätze an der Rückseite

Besucher des Gemeinschaftshauses haben Zugang von der Alten Hauptstraße aus, aber auch von der Rückseite von der Lichtenberger Straße her. Hier werden wir 15 Parkplätze einrichten. Das sind mehr als für ein Gebäude dieser Größe vorgeschrieben sind. Bei großen Veranstaltungen werden die nicht reichen. Dann können auch an der rückwertigen Zufahrt die Autos abgestellt werden. Diese Zufahrt wird asphaltiert.

Nach Angaben von Veit Künzelmann ist noch nicht ganz klar, wie teuer das Haus wird. Frühere Berechnungen gingen von Kosten von rund 1,4 Millionen Euro aus. Inzwischen sind jedoch die Baupreise gestiegen. Die Summe könnte deshalb nach oben gehen. Bereits mehr als zehn Jahre wird über die Errichtung eines Bürgerhauses in Leppersdorf diskutiert. Acht Entwürfe gibt es mittlerweile. Hinzu kommen zahlreiche Untervarianten. Zuletzt hatte sich der Gemeinderat im Sommer für die Variante fünf entschieden. Sie wird jetzt auch umgesetzt.