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Startschuss für den Turnhallenanbau

Für mehr als 156 000 Euro wurden fast alle Arbeiten vergeben. Bis auf eine.

© Archiv: Frank Baldauf

Von Anja Ehrhartsmann

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Pretzschendorf. Der Gemeinderat Klingenberg hat jüngst die Arbeiten für den dritten Bauabschnitt an der Turnhalle Pretzschendorf vergeben, die insgesamt bei mehr als 156 000 Euro liegen und damit etwas höher ausfallen, als ursprünglich geplant. Der letzte Bauabschnitt ist in acht Gewerke aufgeteilt. Losgehen soll es, sobald es die Witterung zulässt, vermutlich Ende Februar.

Angebaut werden soll das neue Gerätelager in Richtung der Dresdner Straße. Ein Durchbruch wird die beiden Gebäudeteile dann künftig miteinander verbinden. Mit dem Einrichten der Baustelle sowie Erd-, Maurer und Betonarbeiten beauftragt der Gemeinderat das Baugeschäft Sven Schreckenbach aus Höckendorf für fast 88 000 Euro. Wegen Befangenheit stimmte Bürgermeister Torsten Schreckenbach bei diesem Punkt nicht mit ab. Mit den Fassadenarbeiten wird die Firma Hörmannshofer Fassaden aus Niederdorf für 15 700 Euro betraut. Der Dorfhainer Tischlereibetrieb Udo Gelfert übernimmt die Tischlerarbeiten für 11 600 Euro, der Auftrag für die Belagsarbeiten geht an Raumausstattung Kästner Böhme & Bormann aus Pretzschendorf für 5 600 Euro. Die Malerei Grund bekommt für 2 500 Euro den Zuschlag, die Firma Oertel Gerüstbau aus Pirna für 12 700 Euro. Der Dachdeckerbetrieb Egon Meyer aus Pretzschendorf soll für rund 20 000 Euro Klempner- und Dachdeckerarbeiten übernehmen. Die Arbeiten für die Außenanlagen hat die Gemeinde noch nicht ausgeschrieben. „Dafür haben wir noch Zeit“, so das Gemeindeoberhaupt auf Nachfrage. Außerdem müsse geschaut werden, wie viel Geld am Ende noch zur Verfügung steht. Die Planungen für die Außenanlagen werden deshalb nachgezogen. „Das wir das mitmachen müssen, ist klar“, betont Torsten Schreckenbach.

153 500 Euro hatte die Gemeinde in ihrer Anfangsplanung für den dritten Bauabschnitt vorgesehen. Die Kosten für die beiden ersten Bauabschnitte seien in etwa so geblieben, wie ursprünglich geplant. „Wir müssen sehen, wie wir am Ende mit den Gesamtkosten hinkommen“, sagt Bürgermeister Torsten Schreckenbach (BfK). Insgesamt liegt die Baumaßnahme bisher bei rund 998 000 Euro, inklusive der Baunebenkosten. Fördermittel bekommt die Gemeinde aus verschiedenen Töpfen: Aus dem Fonds „Brücken in die Zukunft“ gibt der Bund etwa 147 000 Euro dazu, der Freistaat rund 400 000 Euro. Über die Schulförderrichtlinie kommen noch mal 80 000 Euro vom Land. An Eigenmitteln muss die Gemeinde 375 000 Euro zuschießen.

Seit September wird die Turnhalle in Pretzschendorf saniert. Die Arbeiten sind in drei Bauabschnitte gegliedert. Die ersten zwei laufen noch. Zuerst wurde das Gebäude wieder in den Rohbauzustand versetzt, dann begann der Innenausbau. Der Sanitärbereich bekommt zusätzlich eine Behindertentoilette, außerdem wird ein Lager für die Holzpellets eingerichtet, mit denen die neue Heizung betrieben wird. Im November wurden bereits neue Fenster eingebaut, die Decke wurde frisch gestrichen, die Beleuchtung angebracht. Aber auch außen gehen die Arbeiten voran, das Flachdach war im Dezember beinahe fertig, nun muss noch die Außendämmung angebracht werden, sagt Stefan Lippert vom Bauamt der Gemeinde auf SZ-Nachfrage. Ganz zum Schluss wird gestrichen. Bis zu den Sommerferien soll alles fertig sein. Solange findet der Schulsport noch im Pretzschendorfer Kulturhaus statt.