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Staufalle Innenstadt

Bis Ende nächster Woche gilt: Radebergs Zentrum möglichst weiträumig umfahren. Wichtige Verbindungen sind dicht.

© Thorsten Eckert

Von Thomas Drendel

Radeberg. Die rot-weißen Plaste-Absperrungen quer auf der Straße dürften bei Autofahrern in Radeberg Würgereflexe hervorrufen. Gefühlt auf jeder zweiten Hauptverkehrsstraße zeigen sie an: Bis hier her und nicht weiter. Auf den verbliebenen freien Straßen reiht sich dagegen oft Stoßstange an Stoßstange. Die SZ versucht, das Umleitungsknäuel zu entwirren.

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Keine Chance auf der Pulsnitzer Straße

Wer aus Richtung Kamenz nach Radeberg rein möchte, kommt am Krankenhaus vorbei und will dann über die Pulsnitzer Straße in die Innenstadt. Auch die Verbindung durch die Heide und weiter nach Dresden läuft über diese Straße. Doch schon kurz nach der Klinik geht hier nichts mehr. Immer wieder sind Autofahrer zu beobachten, die die Hinweisschilder offenbar übersehen haben, bis an die Absperrungen heranfahren und dann wenden müssen. Stadtsprecher Jürgen Wähnert weiß um die Bedeutung der Straße für die gesamte Stadt. „Sicher, sie ist eine der wichtigsten Verbindungen. Dennoch müssen die Arbeiten gemacht werden. Wir haben versucht, die Belastungen für die Fahrer so gering wie möglich zu halten.“ So sind nach seinen Worten gleich mehrere Bauprojekte in dieselbe Woche gelegt worden. „Es wird der Kanal für Neubauten in der Nähe der alten Turnhalle angeschlossen, auch für Einfamilienhäuser ein paar Hundert Meter entfernt, kommen die Hausanschlüsse in die Erde und zusätzlich werden Kanaldeckel angehoben“, sagt er. Außerdem ist der Beginn der Arbeiten bewusst in die Ferienwoche gelegt worden. „Wenn alles läuft wie geplant, dann ist die Straße am Freitagnachmittag, dem 13. April wieder frei.“ Also müssen sich Autofahrer auch in der nächsten Woche auf Umwege und längere Staus einstellen. Denn die ausgeschilderte Umleitung über die Badstraße ist oft keine wirkliche Alternative. Gerade im Berufsverkehr geht hier oft nichts mehr. Der Rückstau reicht mitunter bis zum Einkaufszentrum EKZ und dem Hotel Sportwelt. Autofahrer berichten von Wartezeiten von bis zu 45 Minuten.

Dresdner Straße im Berufsverkehr meiden

Auch, wer durch die Heide aus Richtung Dresden kommt, hat es in diesen Tagen schwer. Kurz nach dem Ortseingangsschild steht eine Ampel an der Straße. Halbseitig wird hier der Verkehr an der Baustelle vorbeigeführt. „Die Siedlung am Löns- und am Quantzweg wird an das Abwassernetz angeschlossen. Deshalb kann die Straße nur auf einer Spur befahren werden“, sagt Jürgen Wähnert. Sogar im Stadtrat waren die Staus an dieser Stelle Thema. „Besonders am frühen Abend wenn die Berufspendler aus Dresden die Strecke nutzen, stehen die Autos kilometerweit bis zum Abzweig Langebrück. Wie lange müssen wir noch mit der Situation leben“, fragte CDU-Stadträtin Andrea Pankau. Laut dem Stadtsprecher ist die Dresdner Straße noch bis Ende April halbseitig gesperrt. Auf dem Löns- und dem Quantzweg sollen sie Ende Mai abgeschlossen sein.

Beliebte Ausweichstrecke gesperrt

Verschärft wird die Situation durch Arbeiten auf der Wasserstraße. In Höhe des Freibades lässt die Enso Stromkabel verlegen. Auch diese Straße wird von vielen Autofahrern als Zufahrt zur Innenstadt und zum Parkplatz vor dem Bad genutzt. Sie ist derzeit voll gesperrt. Zunächst hatte der Frost Probleme bereitet. Die Arbeiten mussten deshalb auch im Februar verschoben werden. Die Vollsperrung bleibt bis voraussichtlich 13. April. Für Anwohner ist eine Zufahrt über die Niederstraße möglich, teilt der Stadtsprecher mit.