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Steiermark prüft ernsten Verdacht

Vogelgrippe. Noch ist nicht sicher, ob die beiden toten Schwäne in Österreich mit dem Virus H5N1 infiziert waren.

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Graz/Brüssel. Einen ernsten Verdacht auf die auch für Menschen gefährliche Vogelgrippe gibt jetzt auch in Österreich. Zwei Tage nach dem Auftauchen eines ersten Verdachtsfalls in Slowenien wurden jetzt in der benachbarten Steiermark zwei tote Schwäne entdeckt, die nach ersten Untersuchungen mit einem Vogelgrippevirus infiziert waren. Unklar ist jedoch weiterhin, ob es sich dabei um das gefährliche Virus H5N1 handelt, an dem auch Menschen sterben können. Die entsprechenden Proben werden jetzt im EU-Labor in Weybridge bei London analysiert.

Der steirische Landwirtschaftsminister Johann Seitinger sagte, jetzt müsse noch geklärt werden, „ob die untersuchten toten Schwäne das H5N1-Virus in sich tragen“. Die Untersuchungsergebnisse weiterer 19 toter Vögel werden erst am heutigen Mittwoch vorliegen.

Die österreichischen Behörden sicherten der EU-Kommission umgehend Schutzmaßnahmen zu. So muss Geflügel im Umkreis von drei Kilometern um den Fundort in der Nähe von Graz für zunächst 30 Tage in den Ställen bleiben. Im Umkreis von zehn Kilometern sind die Landwirte angewiesen, strenge Hygienemaßnahmen einzuhalten. Zunächst war nicht daran gedacht, die Stallpflicht auf die gesamte Steiermark auszudehnen.

Am Wochenende hatte das gefährliche H5N1-Virus erstmals das Gebiet der EU erreicht. Fälle gab es in Italien und Griechenland. Verdacht auf einen H5N1-Fall besteht zudem in Slowenien. In den vergangenen Tagen waren in der Steiermark im Grenzgebiet zu Slowenien 21 tote Vögel, darunter sechs Schwäne und sechs Enten, bei den Behörden abgegeben worden. Erste Labortests ergaben, dass bei zwei Schwänen eine Infektion mit einem H 5-Virus vorlag. Weitere Laborproben wurden daraufhin an das Referenzlabor der EU nach England geschickt. (dpa)