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Steinbach kritisiert Freistaat

Der Meißner Landrat vermisst ein stärkeres Engagement für die bedrohte Stahlbranche.

© SZ/Ulf Mallek

Meißen. Laut Medieninformation wollen sich die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, das Saarland sowie Brandenburg, Bremen und Hamburg zu einer Stahlallianz zusammenschließen. Auf dem ersten Nationalen Stahlgipfel am 22. Oktober in Saarbrücken ging es um die Zukunftsfähigkeit der deutschen Stahlstandorte und um den Erhalt Zehntausender Arbeitsplätze. Hintergrund sind aus Sicht der Politik, der Unternehmen und Gewerkschaften unfaire Wettbewerbsbedingungen im Vergleich der deutschen zu ausländischen Stahlproduzenten. In Deutschland wird Stahl nach hohen Umweltstandards produziert. Unter dem Motto „Stahl stärken. Zukunft sichern“ fordern die heimischen Stahlstandorte die Politik auf, die Wirtschaftsinteressen der Unternehmen nachhaltiger zu vertreten.

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Meißens Landrat Arndt Steinbach (CDU) vermisst den Freistaat Sachsen in diesem Bündnis: „Wir haben in Riesa und Gröditz zwei sehr wichtige Stahlstandorte, die mit ganz ähnlichen Problemen zu kämpfen haben.“ Sachsen sei ein traditionsreicher Industriestandort mit einer ganzen Reihe Stahlproduzenten. Und weiter: „Ich wünsche mir, dass auch wir – also der Freistaat Sachsen – zu dieser Allianz gehören. Schließlich geht es nach 1990 wieder um die Zukunft sehr vieler Arbeitsplätze und auch um das Vertrauen in die Politik, nicht einfach zuzuschauen, wie hier etwas den Bach runtergeht. (SZ)