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Steinmeier: Pegida schadet Deutschland

Berlin. Das Gespräch von SPD-Chef Sigmar Gabriel mit Pegida-Sympathisanten hat eine heftige Debatte vor allem in der eigenen Partei ausgelöst. Während Generalsekretärin Yasmin Fahimi einen Dialog mit...

Berlin. Das Gespräch von SPD-Chef Sigmar Gabriel mit Pegida-Sympathisanten hat eine heftige Debatte vor allem in der eigenen Partei ausgelöst. Während Generalsekretärin Yasmin Fahimi einen Dialog mit Pegida strikt ablehnt, nahm Gabriel am Freitag an einer Diskussion mit Anhängern der umstrittenen Bewegung in Dresden teil. Der Vizekanzler, der seine Teilnahme als rein privat deklarierte, sagte dazu: „Reden ist das Einzige, was man in der Demokratie machen kann.“ Kein Interesse habe er aber an einem Dialog mit den Organisatoren von Pegida. Grüne und Linke warfen ihm daraufhin eine Aufwertung von Pegida vor. Auch die Juso-Vorsitzende Johanna Uekermann sagte: „Rassismus ist keine Gesprächsgrundlage.“

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Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) warnte, die Pegida-Demonstrationen beschädigten das Ansehen Deutschlands in der Welt. „Bei uns wird unterschätzt, welchen Schaden die fremdenfeindlichen und rassistischen Sprüche und Plakate der Pegida schon jetzt angerichtet haben“, sagte er der Bild am Sonntag. Gerade bei diesen Fragen blicke die Welt mit großer Aufmerksamkeit nach Deutschland. „Umso wichtiger ist es, dass wir klar und deutlich sagen: Pegida spricht nicht für Deutschland“, betonte Steinmeier. Er fügte hinzu: „Ich rede mit Menschen, die enttäuscht sind, Sorgen haben und sich benachteiligt fühlen, so wie das viele andere Politiker auch tun. Aber ich habe keine Lust, mit den selbst ernannten Funktionären zu sprechen.“ (dpa).

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