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Steinmeier reist zu Krisengesprächen nach Moskau

Brüssel - Drei Tage vor dem EU-Russland-Gipfel reist Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier überraschend zu Krisengesprächen nach Moskau. Am Rande eines Treffens der EU-Außenminister am Montag in...

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Brüssel - Drei Tage vor dem EU-Russland-Gipfel reist Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier überraschend zu Krisengesprächen nach Moskau. Am Rande eines Treffens der EU-Außenminister am Montag in Brüssel bestätigten Delegationskreise, Steinmeier sei von Außenminister Sergej Lawrow eingeladen worden. Der derzeitige EU-Ratsvorsitzende werde am Dienstag über die Probleme in den Beziehungen zwischen Russland und der EU unmittelbar vor deren Gipfel in Samara sprechen. Ein Treffen mit Präsident Wladimir Putin wurde zunächst noch nicht bestätigt.

Steinmeier bezeichnete angesichts der zunehmenden Spannungen die Situation vor dem EU-Russland-Gipfel am 18. Mai als „kompliziert“. Er forderte ein Ende der Diskussion um die Frage, ob das Gipfeltreffen, auf dem die EU-Regierungen durch Bundeskanzlerin Angela Merkel repräsentiert werden, überhaupt stattfinden werde. Er plädierte für „eine Rückkehr der Vernunft“.

„Es gibt eine ganze Reihe von aufgelaufenen Schwierigkeiten, die es zu bewältigen gilt und die den Gipfel nicht einfach machen“, sagte Steinmeier. Unter anderem blockiert Polen den Beginn der Verhandlungen über ein neues Partnerschafts- und Kooperationsabkommen zwischen der EU und Russland wegen eines russischen Einfuhrstopps für polnisches Fleisch. „Wir werden uns bis zum Stattfinden des Gipfels weiter bemühen, den Konflikt ums polnische Fleisch zu lösen“, sagte er. (dpa)