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Sachsen

Steinzeitsegler „Abora IV" braucht neue Route

Experimental-Archäologe Dominique Görlitz hat die Pläne für seine bevorstehende Expedition am schwarzen Meer geändert. Transport und Wind bereiten Probleme.

Die Crew des Altertumsforscher Dominique Görlitz (r) segelt auf dem Experimentalfloß «Dilmun S» über den Geiseltalsee. (Archivbild) © dpa

Chemnitz.  Experimental-Archäologe Dominique Görlitz hat die Pläne für seine bevorstehende Expedition mit dem Steinzeitsegler "Abora IV" geändert. Statt vom russischen Sotschi wird der Chemnitzer seine Mission von Bulgarien aus starten. "Wir mussten Russland schweren Herzens ade sagen", sagte Görlitz. Als Grund für die Planänderung nannte der 52-Jährige Verzögerungen beim Transport der Schiffsteile aus Bolivien. Durch den Verzug gebe es Jahreszeit bedingte Windprobleme im östlichen Schwarzen Meer.

Das Schilfboot "Abora IV" wird nach prähistorischem Vorbild gefertigt. Teile davon wurden in Bolivien aus Teichsimse hergestellt. Im bulgarischen Beloslaw nahe Warna muss der Rumpf gebaut und dann zusammengesetzt werden. Drei Container mit dem Baumaterial aus Bolivien sollen Anfang Juni in Warna eintreffen. Für den 15. Juli ist der Stapellauf vorgesehen. Der ursprüngliche Plan war, das Boot im Mai zusammenzubauen, im Juni Testfahrten zu absolvieren und Anfang Juli in See zu stechen.

Die Expedition soll nun vom ursprünglich ersten Etappenort Warna über Istanbul und Milos nahe Athen nach Kreta (Griechenland) führen. Mit dem Segeltrip will Görlitz prähistorische Handelsrouten aufzeigen. (dpa)

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