merken

Meißen

„Stellenabbau nicht tatenlos zusehen“

Der SPD-Landtagsabgeordnete Frank Richter fordert, Stadt und Betrieb sollten zusammenstehen.

Auch der SPD-Landtagsabgeordnete Frank Richter sieht den  Abbau von 200 Stellen als eine schlechte Nachricht für Meißen.
Auch der SPD-Landtagsabgeordnete Frank Richter sieht den Abbau von 200 Stellen als eine schlechte Nachricht für Meißen. © ronaldbonss.com

Meißen. Der Abbau von 200 Stellen sei eine schlechte Nachricht für Meißen. Das hat jetzt der SPD-Landtagsabgeordnete Frank Richter gesagt. Dies bedeute einen schweren Einschnitt für zahlreiche Arbeitnehmer und deren Familie. „Als Meißner weiß ich, dass die Angestellten der Manufaktur nie nur einem Job nachgehen, sondern sich persönlich mit dem Porzellan, seiner Herstellung, Ästhetik und der Marke identifizieren“, so der frühere Bürgerrechtler. 

Es werde von entscheidender Bedeutung sein, die unternehmerisch notwendigen Entscheidungen offen zu erläutern, ehrlich zu begründen und sozial abzufedern. Nur dann würden sie Akzeptanz finden.

Anzeige
Wein der „sächsischen Riviera“

Wein auf Sächsisch: Seit 1992 wimdet sich das Weingut Jan Ulrich der Herstellung von Qualitätswein aus dem Elbtal.

Richter begrüßt ausdrücklich, dass sich die Staatsregierung zum Kulturgut Meißner Porzellan bekennt. Die aktuell schwierige Situation der Manufaktur sollte aus seiner Sicht Anlass sein, die Beziehungen zwischen der Stadtgesellschaft, der Kommunalverwaltung und dem Staatsbetrieb neu zu beleben. Aus mancher Not könne man eine Tugend machen, auch im Hinblick auf das 2029 stattfindende 1.100-jährige Jubiläum der Stadt. „Die Porzellanmanufaktur gehört zu Meißen genauso wie Wein, Dom und Albrechtsburg“, so Richter. (SZ/pa)

Mehr lokale Nachrichten aus Meißen lesen Sie hier.

Weiterführende Artikel

Symbolbild verwandter Artikel

Abgeordnete lassen bei Manufaktur nicht locker

CDU-Frau Daniela Kuge wendet sich mit einem Fragenkatalog an die Staatsregierung. AfD-Politiker Kirste bittet vergeblich um einen Besuchstermin.

Symbolbild verwandter Artikel

SAB soll Manufaktur retten

Das Finanzministerium prüft neue Strukturen, um den Porzellanhersteller vor dem Aus zu bewahren. Aus Meißen kommt ein ganz besonderer Vorschlag.