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Steuerschlupfloch soll geschlossen werden

Berlin. Das Bundesfinanzministerium will ein Steuerschlupfloch schließen, durch das dem Staat hohe Summen an Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag entgehen. Die Wirtschaftswoche hatte unter Berufung...

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Berlin. Das Bundesfinanzministerium will ein Steuerschlupfloch schließen, durch das dem Staat hohe Summen an Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag entgehen. Die Wirtschaftswoche hatte unter Berufung auf Informationen aus dem Ministerium geschrieben, Schäuble wolle bis zur Sommerpause des Parlaments einen Entwurf des Investmentsteuergesetzes vorlegen, in dem es ausländischen Staats-, Investment- und Hedgefonds sowie anderen Großanlegern erschwert werde, sich durch einfache Tricks von ihrer Steuerpflicht zu befreien. Angeblich entgehen dem Staat so jährlich fünf bis sechs Milliarden Euro.

Der Trick: Ausländische Anleger übertragen derzeit ihre Aktienanteile kurz vor dem Dividendenstichtag auf einen deutschen Investmentfonds. Der kassiere anders als der Anleger Dividenden steuerfrei. Ausländische Investoren müssten 25 Prozent Kapitalertragsteuer plus Solidaritätszuschlag zahlen. Nach der Dividendenzahlung gingen die Aktien an den eigentlichen Besitzer zurück. Die Dividende samt eingesparter Steuer teilten sich die Beteiligten.

Der CSU-Finanzexperte und Bundestagsabgeordnete Alexander Radwan forderte ein rasches Handeln. Andere Staaten wie die USA, Australien und die Schweiz hätten längst eine Lösung für dieses Problem, sagte er dem Magazin. (dpa)