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Stilrichtung und Passform

Von Schlagjeans über Baggy bis hin zu Shaping, Röhre und Karotte: Jeans schmiegen sich ihrem Träger in etlichen Passformen an. Für nachhaltige und aus Bio-Baumwolle produzierte Jeans gibt es Siegel.

© Foto: AdobeStock

Früher war der Jeansstoff oft nicht vorgewaschen, wodurch die neue Hose erst sehr steif und wenig bequem zu tragen war. Erst nach mehrmaligem Waschen wurde sie weicher und durch längeres Tragen etwas weiter und bequemer. Es gibt verschiedene Passformen: Schlagjeans. In den 1970er Jahren waren vor allem Jeans im Schnitt von Schlaghosen verbreitet, die am Unterkörper und an den Oberschenkeln sehr eng geschnitten sind, aber unterhalb der Knie erheblich weiter werden. Dabei kann das Hosenbein den kompletten Schuh bedecken. Röhren- und Skinny-Jeans. Die typische Passform seit Ende der 1970er Jahre waren Röhrenjeans. Die haben auf der gesamten Länge eng geschnittene Hosenbeine. Manche Modelle hatten Reißverschlüsse am Ende der Hosenbeine, um das Anziehen zu erleichtern. Als Skinny-Jeans werden Jeans bezeichnet, die durch Stretchgewebe noch enger sitzen als die „Röhren.“

Shaping-Jeans. Neben den figurbetonenden Schnitten einer Stretchjeans werden diese als figurformende Jeans angeboten und als Shaping- oder als Shape-Up-Jeans bezeichnet. Durch verbesserte Webtechniken und höheren Stretchanteil sollen Beine und Po modelliert werden. Karottenjeans waren in den 1980er Jahren in und wurden wegen ihres Schnitts so genannt, da sie einen hohem Bund hatten und einen nach unten konisch zulaufenden Schnitt. Unterhalb des Gesäßes weit bis sehr weit, am Beinende eng geschnitten. Diese Art war unter den sogenannten Poppern sehr beliebt, mit dem so genannten Tapered-Leg-Schnitt kam ein sehr ähnlicher Schnitt wieder in Mode.

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Baggy-Jeans sitzen tief unten an der Hüfte, so dass teilweise die Unterhose sichtbar wird. Sie waren in den 2000er Jahren in der Hip-Hop-Szene beliebt und wurden oft mit darunter getragenen Boxershorts kombiniert. Jogging-Jeans sind Jeans, deren Schnitt sich an Jogginghosen orientiert. Reitjeans wurden speziell zum Reiten entworfen. Sie haben entweder keine oder eine speziell verarbeitete Naht an der Beininnenseite, damit beim Reiten nichts auf der Haut des Reiters scheuert und oft eine zusätzliche Lage Stoff oder einen Lederbesatz.

Fair und Bio

Nachhaltige Jeans werden aus Bio-Baumwolle hergestellt. Und diese wird ohne giftige Pestizide und künstliche Dünger angebaut, auch gentechnisch veränderte Pflanzen sind verboten. Bei Bio-Jeans sind auch gefährliche Chemikalien und Prozesse wie das Sandstrahlen meist verboten. Die Hersteller legen Wert auf eine möglichst giftfreie, umweltschonende Produktion, wobei ihre Maßnahmen unterschiedlich weit gehen und verschiedene Schwerpunkte haben können wie eine wasser- und energiesparende Produktion, Abwasserreinigung oder umwelt- und gesundheitsschonende Farbstoffe.

Ebenso sollen die Produktionsbedingungen fair sein: Je nach Label und Zertifizierung bekommen Baumwollbauern faire Mindestpreise und es werden Sozialstandards auf den Baumwollplantagen und in der Produktion durchgesetzt. Ebenso sollen effektive Arbeitsschutzmaßnahmen und faire Löhne etabliert werden. Einige Marken lassen innerhalb von Europa anstatt in Asien produzieren, manche gehen soweit, die komplette Lieferkette transparent und für jedes Produkt rück verfolgbar zu machen. Aber Vorsicht: Die Begriffe „Bio-Jeans“ und „Öko-Jeans“ sind nicht geschützt. Diese Siegel helfen bei der Orientierung: Viele der nachhaltigen Mode-Hersteller sind „GOTS“-zertifiziert (Global Organic Textile Standard). Das GOTS-Siegel ist vergleichbar mit dem Bio-Siegel für Lebensmittel. Die Kleidung muss aus mindestens 95 Prozent Naturfasern bestehen, davon 70 Prozent aus biologischem Anbau. Die meisten schädlichen Chemikalien sind verboten. Das Siegel garantiert soziale Mindeststandards wie keine Kinder- oder Zwangsarbeit sowie Arbeitsschutz und Mindestlöhne in der Verarbeitung. Das GOTS-Siegel ist relativ weit verbreitet.

Strenger, aber weniger bekannt und verbreitet ist das IVN-Siegel „Naturtextil best“, das höchste Ansprüche stellt. Hier müssen 100 Prozent biologisch erzeugte Naturfasern eingesetzt werden. Der Einsatz von Chemikalien ist besonders streng geregelt. Existenzsichernde Löhne für Anbau und Verarbeitung sind ebenso beim Siegel des Internationalen Verbands der Naturtextilwirtschaft e.V. geregelt. Das Siegel gilt als das strengste Öko-Label der Branche. Das Label „Fairtrade Cotton“ steht für einen festen Mindestpreis, den die Baumwollbauern erhalten, plus Prämien für Bio-Anbau. Der Einsatz von synthetischen Pestiziden und Düngern ist eingeschränkt, Gentechnik verboten. Textilien mit diesem Siegel müssen zu 100 Prozent aus Fairtrade-zertifizierter Baumwolle bestehen. Der „Öko-Tex“ Standard (Textiles Vertrauen) garantiert lediglich, dass die Endprodukte frei von Schadstoffen sind, die Produktion ist nicht berücksichtigt.

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