merken

Stimme abgeben für „Chainsaw Thommy Vol. 2“

Der Streifen von Mirko Thomas tritt beim Filmwettbewerb an. Große Konkurrenz kommt von Australiens christlichen Surfern.

Von Jörg Richter

Wer den Pfennig nicht ehrt

und sich nicht im Paragrafendschungel zurechtfindet, ist schnell arm dran. Tipps und Tricks rund um Geld, Sparen und juristische Fallstricke gibt es hier zu finden.

Dieser Werbefilm ist ungewöhnlich. Er wurde wie ein Roadmovie gedreht. Hollywood hätte es in den 1970er Jahren nicht besser vermocht. Ein amerikanischer Sheriff liefert sich in seinem breiten Dodge eine wilde Verfolgungsjagd mit einem anderen Ami-Schlitten. Die Straßen, über die sie rasen, gehören nicht zur legendären Route 66, sondern nach Großenhain. In den hiesigen Gewerbegebieten am Flugplatz und Zschieschen entstand der Streifen „Chainsaw Thommy Vol. 2“. Während es normale Werbespots auf 30 Sekunden bringen, schafft es der Großenhainer Film auf 24 Minuten! „Es ist mein bisher längster Film“, sagt Regisseur Mirko Thomas. Der Großenhainer Hobbyfilmer hat die eigentlich wenig spektakuläre Produktion von Hosenketten actionreich in Szene gesetzt. Diese Ketten stellt Chainsaw Thommy, alias Thomas Hanke, in seiner Freizeit her, und er spielt auch die Hauptrolle.

Im Juni wurde der Werbefilm im Großenhainer Kino vorgestellt. Rund 100 geladene Gäste, meist Freunde, Verwandte, Protagonisten und Sponsoren, waren bei der Premiere dabei und begeistert. Nun bewirbt sich Mirko Thomas mit diesem Streifen für einen internationalen Filmpreis. „Es ist nicht der Oscar“, sagt er und will die Erwartung nicht all zu hoch schrauben. Aber der Kurzfilm-Wettbewerb der Firma Filmconvert erhält weltweite Aufmerksamkeit. Zur Belohnung winken einer von sieben Peoples Choice Awards (Publikumspreise) und 1 000 Dollar.

Allein in der Kategorie „Commercial“ gehen 79 Werbefilme an den Start. Bis Ende Oktober war Einsendeschluss. Seit dieser Woche können Besucher auf der Internetseite www.filmconvert.com abstimmen, welches Video ihnen am besten gefallen hat. Nach den ersten Tagen sieht es nicht schlecht aus für den Großenhainer Beitrag. Bis Mittwochnachmittag hatte „Chainsaw Thommy Vol. 2.“ bereits 51 Stimmen erhalten. Und es dürfen gern mehr sein.

Mirko Thomas hat selbst schon mal auf die Internetseite geklickt, um sich ein Bild über das Niveau der Mitbewerber zu machen. „Die anderen Filme sind alle gut“, sagt er. Trotzdem können bisher nur wenige Streifen mit mehr als zehn Stimmen aufwarten. Größter Konkurrent ist momentan der australische Kurzfilm „Isle of Dreams“ (Insel der Träume), der ziemlich emotional und mit großartigen Strandbildern für die Christliche Surfer-Vereinigung wirbt. Immerhin 39 Klicks kann das Video über die gottesfürchtigen Wellenreiter auf sich vereinen. Gut möglich, dass sich Großenhain gerade mit sämtlichen Surfern Australiens anlegt, um den Award vom Pazifik an die Röder zu holen. Umso wichtiger ist jede Stimme für „Chainsaw Thommy Vol. 2“.

Das Unternehmen Filmconvert bietet mit diesem internationalen Wettbewerb jungen Filmern die Gelegenheit, sich und ihre Werke zu präsentieren. Einzige Bedingung: Die Filme müssen mit dem Hauptprodukt der Firma bearbeitet worden sein. Das ist eine Art Filter, mit dem herkömmliche Digitalvideos aufgewertet werden, sodass sie die intensiven Farben eines Kinofilmes erhalten. „Ein filmisches Blau sieht ganz anders aus, als digitales Blau“, weiß Fachmann Mirko Thomas. „Chainsaw Thommy Vol. 2“ soll nicht sein letzter Film sein. Der Großenhainer möchte mal einen richtigen Spielfilm drehen, der über anderthalb Stunden geht. Doch konkret sei noch nichts geplant.

www.filmconvert.com/competition