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Stollen-Großbäcker Dr. Quendt bangt ums Geld

Der Dresdner Backwarenspezialist Dr. Quendt kämpft um die Finanzierung der neuen Stollensaison. Ein Gutachten von Ende März hatte eine Finanzlücke von 2,4 Millionen Euro ausgemacht.

© dpa

Dresden. Der Dresdner Backwarenspezialist Dr. Quendt kämpft um die Finanzierung der neuen Stollensaison. Ein Gutachten von Ende März hatte eine Finanzlücke von 2,4 Millionen Euro ausgemacht. Nach SZ-Informationen suchen Banken, Wirtschaftsprüfer, Privatinvestoren und die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen, eine Tochter des Freistaats, seit Wochen nach einer Lösung. Wie es heißt, drängen einige von ihnen auf den Einstieg eines strategischen Investors und auf einen Wechsel des Geschäftsführers.

„Unsere Existenz ist nicht bedroht und war es zu keinem Zeitpunkt“, erklärt der Chef und Eigentümer Matthias Quendt. Es sei aber „eine Herausforderung zu meistern“. Und: „Zu Interessenten an Beteiligungen an unserem Unternehmen äußern wir uns grundsätzlich nicht“, ergänzt er.

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Dr. Quendt ist nach eigenen Angaben mit 1,7 Millionen Stück führender Hersteller von Dresdner Christstollen. Das Unternehmen macht etwa die Hälfte des Geschäfts damit – auch exklusiv für den Discounter Aldi. Andere Abnehmer sind Lidl, Edeka und Kaufhof. Dr. Quendt ist zudem bekannt durch Russisch Brot, Dinkelchen, Bemmchen und Dominosteine. 2013 war der Umsatz von 21,2 auf 19,6 Millionen Euro gesunken – bei einem Verlust von 1,4 Millionen Euro. Von ihren Lieferanten hatte die Firma verlangt, einmalig acht Prozent ihres Geschäfts mit Quendt zur Sanierung beizutragen. „Der Fortbestand der Marke und des Standorts stehen nicht infrage“, heißt es von Quendt. Bei der Problemlösung komme er gut voran. (SZ/mr)