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Amtswechsel in Stolpen

Sophie Sonntag beerbt Leonie Weser als neue Basaltkönigin. Was beide verbindet.

Leonie Weser (links) und die neue Basaltkönigin Sophie Sonntag verbindet ihre Liebe zu ihrer Heimatstadt Stolpen.
Leonie Weser (links) und die neue Basaltkönigin Sophie Sonntag verbindet ihre Liebe zu ihrer Heimatstadt Stolpen. © Steffen Unger

In Stolpen wird traditionell in jedem Jahr eine neue Basaltkönigin gewählt. Doch auch hier hat Corona dem Ganzen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die seit 2019 amtierende Basaltkönigin Leonie Weser hat auf Bitten der Stadtverwaltung noch ein Jahr dran gehängt.

"Ich fühlte mich geehrt, da ich dadurch auch die erste war, die eine so lange Amtszeit bestreiten durfte", sagt sie. Aber das Jahr war alles andere als einfach. Denn die vielen Auftritte, die sonst eine Basaltkönigin hat, fielen coronabedingt fast alle aus. Doch eine Majestät soll ja ihre Stadt repräsentieren. "Im Herbst war es aber möglich, den Basaltlauf zu veranstalten. Die Hygienevorschriften waren zwar etwas nervig, aber durchaus wichtig und sinnvoll. Und ich bin froh, dabei gewesen zu sein. Dennoch war es eine schöne, aufregende Zeit", sagt Leonie Weser zum Abschied.

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Als absehbar war, dass sich die Corona-Lage etwas entspannt, hat man dann auch in Stolpen entschieden, in diesem Jahr eine neue Basaltkönigin zu krönen. Sophie Sonntag war die einzige Bewerberin um das Amt. Und das heißt nun nicht, dass sie auch automatisch Basaltkönigin wird. Sie musste sich schon den Fragen der strengen Jury stellen und sie natürlich auch beantworten. Denn wer ein Jahr lang eine Stadt repräsentieren möchte, der muss schon was auf dem Kasten haben und mit Wissen über Stolpen und Umgebung glänzen können. Und das konnte Sophie Sonntag. Sie hat die Jury überzeugt. Sie wird neue Basaltkönigin von Stolpen. Ihre Krönung ist für den Tag des offenen Denkmals, am 12. September, vorgesehen. Sie ist 19 Jahre jung und befindet sich gerade im ersten Ausbildungsjahr zur staatlich anerkannten Erzieherin.

Stolpen ist immer ein Besuch wert

Und wer nun den Namen Sophie Sonntag hört, der wird stutzig. Da gab es doch schon einmal eine Basaltkönigin, Juliane Sonntag. Das ist die große Schwester von Sophie. Ihre Familie war es auch, die ihr schon mehrmals geraten habe, sich doch zu bewerben. Mit den Vorbereitungen auf das Stadtfest Stolpen800 im Jahr 2018 sei dann auch ihr Interesse gewachsen. Und nun hat es geklappt. "Ich möchte Stolpen einfach gern repräsentieren, mit meiner eigenen Überzeugung, Charme und persönlichen Erfahrungen, den Touristen und Besuchern zeigen, wie schön es hier ist. Und das es wert ist, Stolpen einen Besuch abzustatten", sagt sie. Denn Stolpen habe für jeden etwas zu bieten. Natürlich ist auch die Vorfreude groß, in der Hoffnung, dass für sie wieder etwas mehr Veranstaltungen im Terminkalender stehen. "Mich reizt es auch, ein Teil von den Veranstaltungen sein zu dürfen und diese auch mal aus einem etwas anderen Blickwinkel sehen und miterleben zu können", sagt sie.

Leonie Weser und ihre Nachfolgerin Sophie Sonntag verbindet die Liebe zu ihrer Heimatstadt. Auf Stolpen lassen sie nichts kommen. Die Landschaft, die Natur, die Umgebung - es sei einfach schön hier. "Das alles strahlt einfach Ruhe aus und lässt Heimatgefühle aufkommen. Ich mag aber vor allem auch die Menschen, meine Familie, meine Freunde mit denen ich hier eine schöne Kindheit erleben durfte", sagt Sophie Sonntag.

Gut findet sie die öffentliche Verkehrsanbindung in die umliegenden Orte, aber auch nach Dresden, Pirna oder Sebnitz. Und dann dürfe man auch nicht vergessen, dass Stolpen eine spannende Geschichte hat, mit der Burg, der Gräfin Cosel, dem Basalt und der Stadt. "Dabei ist Stolpen auch auf den sozialen Netzwerken und im Internet stark präsent, was ich besonders für die jüngere Generation von Vorteil finde", sagt Sophie Sonntag. Sie hat aber auch einen Wunsch. "Es wäre schön, wenn der Markt wieder mit mehr Leben gefüllt wäre, so wie noch vor einigen Jahren", sagt sie. Und vielleicht gelingt es ihr ja, mit ihrer Werbung für Stolpen, die Gäste in die Stadt zu holen.

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