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Stolpen: Ärger mit den Elterntaxis

Der Parkplatz ist zu klein und im Schulkomplex wird gebaut. Die Situation spitzt sich zu. Jetzt wird es auch für die Kinder gefährlich.

Die Parkbuchten im Stolpener Schulkomplex an der Pirnaer Landstraße sind belegt. Kommen jetzt noch mehr Fahrzeuge dazu, wird es kritisch.
Die Parkbuchten im Stolpener Schulkomplex an der Pirnaer Landstraße sind belegt. Kommen jetzt noch mehr Fahrzeuge dazu, wird es kritisch. © Daniel Schäfer

Die Oberschule in Stolpen und auch die Basaltus-Grundschule im gleichen Komplex sind proppevoll. Sogar übervoll. Deshalb bekommt die Grundschule derzeit auch einen Erweiterungsbau. Viele Schüler heißt auch mehr Eltern, die morgens ihre Kinder aus den Ortsteilen ringsum Stolpen zur Schule bringen. Und das wird zu Stoßzeiten offenbar gefährlich und wurde jetzt im Stadtrat thematisiert.

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Chaotische Szenen sollen sich vor allem zwischen 7.15 und 7.30 Uhr abspielen. Eine Zeit, in der alle Kinder auf einmal gebracht werden. Meist fahren die Eltern in den Schulhof, haben kaum Platz zum Wenden, es staut sich in der Einfahrt. Oder sie ergattern noch einen der letzten Parkplätze. Damit steht dann das Schulpersonal vor einem Problem. Wenn dann zum Beispiel die Lehrer kommen, finden sie keine Stellfläche. Und Parkplatzsuche kostet Zeit. Quietschende Bremsen, umlenken, anderen Eltern Platz machen und zwischendurch laufen die Schüler. "Die Schüler sind gefährdet. Dazu kommt, dass gebaut wird und nicht viel Platz ist", sagt Stadtrat Andre Henke (CDU). Stolpen habe zwei schöne Schulen in den Komplex. Aber man sollte die Sicherheit der Kinder nicht aufs Spiel setzen.

Schüler woanders aussteigen lassen

Andre Henke hat auch bereits durchgezählt. Insgesamt 48 Parkplätze werden vom Personal der beiden Schulen benötigt. Da bleibt nicht mehr viel übrig für die Eltern. Und er hatte deshalb auch einen Vorschlag. "Das Ordnungsamt sollte prüfen, ob der Parkplatz nicht generell für Eltern gesperrt werden könnte", sagt er. Die Eltern könnten die Kinder an der Bushaltestelle Pfarrfelder aussteigen lassen und dann könnten die Schüler gefahrlos den Fußweg Richtung Turnhalle gehen.

Diesen Weg nehmen täglich auch die Buskinder. Passiert ist noch nichts. Außerdem ist dort kaum Verkehr. Ob sich das in der Praxis umsetzen lässt, muss noch geprüft werden. Eine andere Möglichkeit wäre, dass die Eltern an der Straße halten. Allerdings dürfte auch das viel zu gefährlich sein. Denn die Kinder müssten dann an der Straße aussteigen. Und die ist um diese Zeit ziemlich stark befahren. Die Oberschule stellt zwar immer wieder auch freiwillige Schulweghelfer. Die allerdings können die Situation sicherlich nicht entschärfen.

Auch einigen Eltern sind die chaotischen Zustände offenbar nicht verborgen geblieben. Einige überlegen deshalb, früh den Penny-Parkplatz anzusteuern. Dort können die Schüler ebenfalls gefahrlos aussteigen und gelangen auf dem Fußweg in die Oberschule beziehungsweise auch in die Basaltus-Grundschule. Das letzte Wort scheint zumindest hier noch nicht gesprochen. Im Ordnungsamt wolle man sich jetzt mit dem Fall beschäftigen und eine Lösung finden. Die soll dann auch den Eltern gegenüber entsprechend kommuniziert werden.

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