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Stolpen: Neue Veranstaltungsreihe für Neugierige

Am 9. April ist der Auftakt. Zu Gast bei Jens Opitz: Der Pirnaer Liedermacher Peter Lippert und die gebürtige Helmsdorferin Britta Sommer.

Von Anja Weber
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Jens Opitz hat eine neue Veranstaltungsreihe in Stolpen kreiert. Am 9. April ist der Auftakt.
Jens Opitz hat eine neue Veranstaltungsreihe in Stolpen kreiert. Am 9. April ist der Auftakt. © Steffen Unger

Im Alten Amtsgericht in Stolpen startet am 9. April eine neue Veranstaltungsreihe. Sie steht unter dem Motto "Kennen Sie den?". Zum Auftakt verspricht der Gastgeber, der Stolpner Jens Opitz, einen Abend voller Livemusik und anregenden Gesprächen in entspannter Atmosphäre von und mit den regionalen Künstlern Peter Lippert, bekannt durch seine "Anständigen Lieder mit Abstand" in Pirna, um in der kulturlosen Zeit der Pandemie ein musikalisches, wie menschliches Zeichen zu setzen. Zu hören gibt es unter anderem Lieder von Reinhard Mey, Stefan Stoppok, Gerhard Gundermann, Hans Eckhard Wenzel und Peter Lippert. Britta Sommer singt nicht nur mit der Stimme, sondern auch mit dem Herzen und haucht auch historischem Liedgut im wahrsten Sinne des Wortes wieder neues Leben ein. Sächsische.de wollte von Gastgeber Jens Opitz mehr zum neuen Veranstaltungsformat wissen.

Herr Opitz, wie sind Sie auf die Idee dieses neuen Veranstaltungsformates in Stolpen gekommen?

In den letzten Jahren wurden in Stolpen viele Keinkunstformate angeboten. Von Lesungen und Konzerten über Kinoveranstaltungen bis hin zu Vorträgen und Theateraufführungen. Dabei versuchen wir auch so etwas wie ein "Stolpener Flair" zu schaffen, dass sich an dem Festmotto unserer 800-Jahr-Feier von 2018 "...von uns, für uns und unsere Gäste" orientiert. Da ich an einigen dieser Veranstaltungen selbst mit beteiligt war, meist mit musikalischen Beiträgen, kam mir die Idee, handgemachte Musik und lockere Gespräche miteinander zu verbinden. Der Grundgedanke der Veranstaltung ist dabei, regionalen Künstlern eine Bühne zu bieten und sie nicht nur durch ihre Kunst zu präsentieren, sondern sie auch als Mensch vorzustellen und das im lockeren Gespräch. Es soll um Fragen zum künstlerischen Tun und zum woher und wohin gehen.

Wie wählen Sie Ihre Gäste aus?

Mein Anliegen ist es, regionale Künstler, insbesondere Musiker, vorzustellen. Durch eigene Aktivitäten als Musiker und Liedermacher hatte ich die Chance, einige Kollegen kennenzulernen und möchte sie nun unserem Stolpener Publikum näher bringen. Aktuell stehen dabei Kollegen im Blickpunkt mit denen ich selbst schon unmittelbar oder auch mittelbar Kontakt hatte.

Die anderen Veranstaltungen gibt es aber auch noch weiter?

Ja. Zum einen gibt es neben der Reihe "Kennen Sie den?" ja noch andere Formate wie das Lesepodium, das Lesetheater, die Lesenacht und eine ganze Reihe von Festen in der Stadt und den Ortsteilen und natürlich auch jede Menge überregionale Kultur. Zum anderen organisieren wir das Meiste eben auch mit sehr viel nebenberuflichem Engagement. Außerdem wird es bestimmt auch in Zukunft neue Ideen und neue Formate geben, für die auch genügend Raum benötigt wird.

Wer finanziert das neue Format?

Finanziell sollen unsere Stolpener Formate generell eher schmal gehalten werden. Dass unser Engagement aber auch positive Reaktionen bei kulturellen Entscheidungsträgern hervorrufen kann, zeigt das positive Abschneiden des Stolpener Beitrags bei einem sächsischen Kulturwettbewerb vor zwei Jahren, der uns etwas Unterstützung des Freistaates einbrachte. Fakt ist, dass ohne eine Stadtverwaltung, die der Kultur aufgeschlossen gegenübersteht, unsere Projekte nur schwer oder gar nicht umzusetzen wären. Wenn alle Entscheidungsträger einen kleinen Beitrag leisten und dazu noch bürgerliches Engagement kommt, kann auch in einem kleinen Ort viel entstehen.

Vielen Dank für das Gespräch.

Veranstaltung: 9. April, 19.30 Uhr im Ratssaal Altes Amtsgericht, Markt 26, Stolpen. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung vorher wäre schön unter Telefon 035973 27313 oder per E-Mail: [email protected]