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Stolze Bilanz nach zehn Jahren

Trotz weniger Einwohner hat der Kreissportbund Oberlausitz jetzt mehr Mitglieder. Das hat verschiedene Gründe.

© Matthias Weber

Von Holger Gutte

Oberlausitz. Über 3 300 Mitglieder sind derzeit im Oberlausitzer Kreissportbund mehr organisiert, als noch vor zehn Jahren. 41 632 Kinder, Jugendliche und Erwachsene treiben hier Sport. Diese stolze Zahl konnte nun der Präsident des Oberlausitzer Kreissportbundes (KSB), Stephan Meyer, anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Organisation verkünden. 2008 hatten der Neiße-Kreissportbund, der Kreisportbund Oberlausitz und der Stadtsportbund Görlitz fusioniert.

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Die höheren Mitgliederzahlen führt Stephan Meyer unter anderem darauf zurück, „weil die Angebote so „attraktiv“ sind. Erfreulich ist dabei vor allem auch, dass zwischen Bad Muskau, dem Zittauer Gebirge und Löbau auch mehr Kinder organisiert Sport treiben. Allein in der Altersgruppe der über Sechsjährigen und bis 14-Jährigen ist die Zahl von 6 811 im Jahr 2008 auf heute 7901 angewachsen. Den größten Mitgliederzuwachs verzeichnet der Kreissportbund in den letzten zehn Jahren allerdings bei den über 60-Jährigen. Von 5 571 ist deren Anzahl auf nunmehr 8 810 gestiegen. Das liegt auch daran, dass viele Menschen sich auch im Senioren-Alter noch fit fühlen und es mit Unterstützung von Krankenkassen besondere Fitness- und andere Angebote für diese Altersgruppe gibt.

Dass die Vielfalt im Kreis Görlitz zum Sporttreiben so groß ist, ist aber auch den über 2 000 Übungsleitern zu verdanken, die ehrenamtlich eine hervorragende Arbeit leisten, hob der Präsident hervor. 82 Sportarten können im Landkreis in 360 Vereinen betrieben werden.

Die Top-10-Sportarten werden natürlich vom Fußball angeführt. 8 310 Fußballer spielen hier in den unterschiedlichsten Ligen. Die beiden mit Abstand zahlenmäßig größten Vereine sind dabei im Süden des Landkreises angesiedelt und dennoch keine Fußballvereine. Der HSG Turbine Zittau gehören 1 275 Sportler an.

Und mittlerweile verfügt auch die Sektion Zittau des Deutschen Alpenvereines (DAV) über 1 134 Mitglieder. Das deutlich gestiegene Interesse am Klettern liegt für Stephan Meyer auch daran, dass es nun im Westpark-Center ideale Kletterbedingungen gibt. Seit 2014 gibt es hier 300 neue Mitglieder. „1991 sind wir hier im DAV lediglich 93 Mitglieder gewesen“, fügt Vereinsvorsitzender und KSB-Präsidiumsmitglied Bernd Stieler hinzu.

Das 82 Prozent der Vereine im Landkreis Görlitz aber deutlich kleiner sind, macht für den KSB-Präsidenten auch ein Stück Vielfalt aus. Dabei gibt es positive und negative Trends. „Unser Sorgenkind ist das Turnen.“ Dagegen ist in den letzten Jahren unter anderem der Basketball immer beliebter geworden, wie beispielsweise der Zulauf in Görlitz zeigt. Mit Tischkicker und Crossminton gibt es mittlerweile im Landkreis auch neue Sportarten.

Die Mädchen und Frauen stehen dem männlichem Geschlecht dabei nicht viel nach. Mit rund 17 000 stellen sie etwa 40 Prozent aller Mitglieder des Oberlausitzer Kreissportbundes.

Immer wieder schaffen es Sportler aus dem Landkreis Görlitz in den Leistungssportbereich. Mit der Eishockey-Torfrau Ivonne Schröder von Tornado Niesky, die früher auch für Jonsdorf spielte, gibt es derzeit wieder einen Bundes-A-Kader-Sportler. Und Julia Belger vom SC Kottmar ist im Ski-Nordisch Bundes-B- und die Eibauer Gewichtheber Pauline Walzak und Erik Ludwig Bundes-C-Kader. Hinzu kommen noch viele Talente in den Landesstützpunkten. „Einige junge Sportler von uns sind auf dem Sprung auf die Sportschulen“, sagt Stephan Meyer.

Im Kreissportbund zeichnet sich aber nicht nur bei den Mitgliederzahlen in den Vereinen ein positiver Trend ab. Immer mehr nutzen auch Angebote, wie den Erwerb des Sportabzeichens oder den Kreis-Kinder- und Jugendspielen. Etwa 20 Veranstaltungen richtet der Kreissportbund jährlich mit aus. Dazu gehört auch die traditionelle Wahl der beliebtesten Sportlerinnen, Sportler und Mannschaften.