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Strafanzeige gegen Görlitzer Landrat

Eine Kleinpartei zeigt Bernd Lange wegen mehrerer Rechtsbrüche an. Es geht um die „Entnahme“ eines Wolfes am 2. Februar.

© dpa

Die Entnahme des auffälligen Wolfes, der im Landkreis Görlitz zwei Hunde getötet haben soll, wird ein juristisches Nachspiel haben.

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Bettina Jung, Bundesvorsitzende der Menschen- und Tierrechtspartei Ethia, hat gegen den Görlitzer Landrat Bernd Lange (CDU) Strafanzeige gestellt. Jung wirft dem Landrat mehrere Rechtsbrüche vor, darunter Verstöße gegen das Bundesnaturschutzgesetz und das Tierschutzgesetz.

„Es kann nicht sein, dass widerstandslos Präzedenzfälle geschaffen werden, in denen ohne jede Beweisgrundlage und Anwendung alternativer Maßnahmen diese höchst geschützten Tiere erschossen werden“, so Jung zur Anzeige, die gemeinsam mit der Interessengemeinschaft „Wolf ja bitte“ und der Grünen Liga Sachsen gestellt wurde. Die Ethia-Vorsitzende weist weiter darauf hin, das es keine dokumentierten Angriffe, auch nicht auf Menschen, gegeben habe, die einen Abschuss gerechtfertigt hätten. Auch sei der erschossene Wolf nicht zweifelsfrei als vermeintlicher „Problemwolf“ identifizierbar gewesen.

Der Wolf war Mitte Januar vom Umwelt- und Landwirtschaftsministerium zur „Entnahme“ freigegeben und am 2. Februar vom Landratsamt in einer knappen Pressemitteilung als entnommen vermeldet worden. Trotz mehrfacher Nachfrage wollte sich die Kreisverwaltung in den vergangenen Tagen zu Einzelheiten des Abschusses nicht äußern. (szo)