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Strafen müssen abschreckend sein

Catharina Karlshaus über die Brandserie in Coswig

© Kristin Richter

Großenhain/Coswig. Kurz vor Mitternacht war sie am Mittwochabend laut und deutlich in Großenhain zu hören: eine Sirene. Brennt es irgendwo in der Stadt? Vielleicht gar ein ähnliches Feuer wie tags zuvor im Gartenbaumarkt Dehner in Brockwitz? Nicht nur in den sozialen Netzwerken wurde zu später Stunde noch sorgenvoll spekuliert. Am Morgen ist klar, nichts von alledem. Nur ein Fehlalarm in der Brandmeldeanlage des Asylbewerberheims auf der Kupferbergstraße wird Rathaussprecherin Diana Schulze beruhigen.

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Im grünen Herzen des waldreichen Landschaftsschutzgebietes Oberlausitzer Bergland sprudelt ein ganz besonderer Schatz: Oppacher Mineralwasser, das überall dort zu Hause ist, wo Menschen ihre Heimat genießen.

Weniger Glück hatten dagegen die Coswiger. Über Stunden hinweg brennt das Holzlager, Feuerwehrleute und Rettungskräfte sind die zweite Nacht im Dauereinsatz. Fassungslos haben meine Kollegen und ich die Bilder der lodernden Flammen gesehen. Wer tut so etwas? Zerstört ein Unternehmen, Arbeitsplätze und nimmt den Tod von Menschen billigend in Kauf? Wer erfreut sich daran, dass der Dehner brennt, im Wissen darum, dass unter anderem darin Tiere bei lebendigem Leib verbrennen können?

Nun, die Antwort erscheint klar. Ein psychisch kranker Mensch, der Lust daran hat, zu zündeln. Der Überlegenheit verspürt und Gefallen findet am Katz und Maus-Spiel mit denen, die ihm auf die Schliche kommen könnten. Mitglieder der ins Leben gerufenen Ermittlungsgruppe zum Beispiel. Aber ganz ehrlich: Brauchte es wirklich erst mehrere Brände seit Ende 2016, um zu erkennen, dass es sich um eine Serie handelt? Ich denke angesichts der Häufigkeit und der Tatsache, dass es sich stets um große Firmengelände handelte, nicht. Bleibt nun zu hoffen, dass der Täter jetzt schnell gefasst wird! Und – endlich einmal über juristische Strafen nachgedacht wird, die derlei Verbrechen abschreckend ahnden.

E-Mail an Catharina Karlshaus