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Görlitz

Strafverfahren, weil sie hier arbeiten wollten

Vier Ukrainer werden in der Nacht zum Mittwoch kurz hinter der Grenze aus dem Reisebus geholt. Ein anderer büßt seinen Arbeitslohn ein.

Ein Reisebus wird von der Bundespolizei kontrolliert. (Symbolbild)
Ein Reisebus wird von der Bundespolizei kontrolliert. (Symbolbild) © Matthias Hiekel/dpa (Symbolfoto)

Vier Ukrainer mussten am Mittwoch kurz nach ihrer Einreise nach Deutschland über die A4 den Rückweg antreten - in Begleitung der Bundespolizei. Drei von ihnen saßen in einem deutschen Reisebus, der kurz nach Mitternacht hinter der Grenze kontrolliert wurde. 

Bei der Überprüfung von Personalien und Gepäck, so schildert es ein Polizeisprecher, seien ein 43-Jähriger Mann und eine 49-jährige Frau aufgefallen. Die beiden verfügten über keinerlei finanzielle Mittel, um ihren Aufenthalt im Bundesgebiet zu bestreiten. Außerdem gaben sie bei einer späteren Befragung an, zum Arbeiten im Raum München unterwegs gewesen zu sein.

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Eine 22-jährige Ukrainer konnte immerhin einen vermeintlichen Arbeitsvertrag vorweisen. Sie wollte als Tätowiererin in der Nähe von Stuttgart arbeiten. Dorthin hatte sie eine polnische Agentur vermittelt. "Jedoch waren die ausgestellten Unterlagen nicht ausreichend, um in Deutschland einer legalen Tätigkeit nachzugehen", erklärt der Polizeisprecher.

Ebenfalls in einem aus Polen kommenden Reisebus saß ein 31-Jähriger. Die Bundespolizei habe herausgefunden, dass er ausschließlich zum Zweck einer Erwerbstätigkeit einreisen wollte, schreibt die Bundespolizei in einer Veröffentlichung. 

Gegen alle Ukrainer wurde ein Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz eingeleitet. Im Anschluss wurden die Personen nach Polen zurückgeschoben und den polnischen Behörden übergeben.

In der Gegenrichtung war ein 41-jähriger Ukrainer unterwegs. Er wurde am Dienstagabend auf dem Autobahnrastplatz Wiesaer Forst überprüft. 1.000 Euro, die er bei sich hatte, wurden von der Bundespolizei beschlagnahmt. Sie seien nachweislich durch Schwarzarbeit verdient worden. Ersten Erkenntnissen zufolge habe der Verdächtige in Nordrhein-Westfalen als Schweißer gearbeitet.  Auch dieser Mann wurde nach Polen abgeschoben und entsprechende Verfahren eingeleitet. (mp)

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