merken

Dresden

Strahlungsgefahr nicht unterschätzen

SZ-Redakteur Sandro Rahrisch über den anstehenden Ausbau des Mobilfunknetzes. 

© SZ

Da steht man an der Haltestelle, will noch schnell ein Handyticket für die Bahn lösen, und dann ist plötzlich das Internet weg. Mitten in der Stadt! Steinzeit, möchte man laut schimpfen. Wer kann da etwas gegen den Ausbau des Mobilfunknetzes haben wollen, erst recht, wenn das Internet obendrein noch schneller wird?

So sehr Smartphones das Leben auch leichter gemacht haben mögen, so sollte man das Thema Strahlung nicht einfach beiseite wischen. Nicht falsch verstehen: Es gibt sicherlich keinen Grund, sich mit Aluminium-Hut in irgendeine dunkle Ecke zu verkriechen. Aber Handys sind nun einmal nicht strahlenfrei. Und solange selbst Mediziner keine Ahnung davon haben, wie sich die neuen Frequenzen langfristig auf den menschlichen Körper auswirken, sollten Sorgen über den Netzausbau nicht als Spinnerei abgetan werden. Sachliche, wissenschaftliche Aufklärung ist nötig. 

Shopping und Events im ELBEPARK Dresden

180 Läden und Filialen und umfassende Serviceleistungen sorgen beim Shopping für ein Erlebnis. Hier stehen Ihnen 5.000 Parkplätze zur Verfügung.

Das kostet Zeit. Weder die eigene Bequemlichkeit, immer und überall ein Handyticket zu bekommen, noch wirtschaftliche Interessen sind Gründe für eine Abkürzung. Und wenn die Forscher ihr Okay geben – umso besser. Dann haben Stadt und Mobilfunkanbieter wenigstens die Einwohner hinter sich, wenn sie einen so groß angelegten Netzausbau starten, dass man ihn als Generationenwechsel bezeichnen muss.

Weiterführende Artikel

Symbolbild verwandter Artikel

Gegenwind für schnelles Netz in Dresden

OB Dirk Hilbert will die Stadt zur Modellregion machen. Die Grünen fürchten eine zu hohe Strahlung.

E-Mail an Sandro Rahrisch