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Straße erhält Wendehammer

Die Schustergasse in Grünlichtenberg wird umfangreich saniert. Doch nicht alle Arbeiten wurden vergeben.

© Symbolbild/dpa

Von Verena Toth

Kriebstein. Die Schustergasse im Kriebsteiner Ortsteil Grünlichtenberg, die sich in einem desolaten Zustand befindet und zudem nur in eine Richtung befahrbar ist, soll umfassend saniert und mit einem Wendehammer ausgestattet werden. Mit einem Beschlusspaket haben die Mitglieder des Kriebsteiner Gemeinderates am Montagabend der Vergabe von einigen Aufträgen zugestimmt.

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Für die verschiedenen Bauaufträge kann die Gemeinde auf Fördermittel aus unterschiedlichen Fördertöpfen zurückgreifen. Die Straßenbauarbeiten werden über das Programm Leader (Sachsenkreuz plus) zu 75 Prozent gefördert. Die Flügelmauern, die beim Hochwasser 2013 in Mitleidenschaft gezogen wurden, werden aus dem Hochwasserfonds zu 100 Prozent finanziert. Der Durchlass der Brücke, der erweitert werden soll, kann mit 90-prozentiger Fördermittelunterstützung gebaut werden. Auch für die Straßenbeleuchtung hat die Gemeinde einen positiven Fördermittelbescheid in Höhe von 75 Prozent erhalten.

Den Bauauftrag für die Beleuchtung, mit einem Auftragswert von rund 7 100 Euro, haben die Gemeinderäte am Montagabend an die Kriebsteiner Firma EBU vergeben. Auf der gesamten Länge der Schustergasse sowie im Bereich des neuen Wendehammers werden fünf Straßenlampen errichtet. Den Bau der Straße und des Wendehammers wird das Leisniger Unternehmen Andrä Straßen- und Tiefbau für die Summe von rund 96 000 Euro übernehmen.

Für die Bauarbeiten an dem Brückendurchlass und den Flügelmauern hatte die Gemeindeverwaltung zwar acht Baufirmen zur Angebotsabgabe aufgefordert, allerdings meldete sich nur ein Unternehmen mit einem Angebot zurück. Das abgegebene Angebot für die beiden Bauabschnitte lag jedoch mit rund 165 000 Euro doppelt so hoch, wie ursprünglich veranschlagt. Diese Summe sei unangemessen und würde die Preisspirale weiter nach oben treiben, so Bürgermeisterin Maria Euchler (Freie Wähler), die vorschlug, die Vergabe abzulehnen. Dem folgten die Gemeinderäte einhellig und lehnten das Angebot der Bewerberfirma aus Döbeln einstimmig ab. Das Gremium entschied, die Arbeiten nochmals auszuschreiben.