merken

Sebnitz

Straßenbau an der Rennstrecke soll pausieren

Die S 161 zwischen Heeselicht und Stürza soll saniert werden – ohne dass ein Radweg geplant ist. Das sorgt für Widerstand.

Helmar Nestroy aus Stürza gehört zu einer Gruppe Radaktivisten, die entlang der S 162 zwischen Stürza und Heeselicht für den Bau eines Radweges kämpfen.
Helmar Nestroy aus Stürza gehört zu einer Gruppe Radaktivisten, die entlang der S 162 zwischen Stürza und Heeselicht für den Bau eines Radweges kämpfen. © Archiv: Daniel Förster

Der Streit um den geplanten Ausbau der Staatsstraße zwischen Stürza und Heeselicht geht in die nächste Runde. Die S 161 soll in diesem Bereich saniert werden. Bei der Planung, für die das Landesamt für Straßenbau und Verkehr zuständig ist, fehlt allerdings ein Radweg. Der Grund: Ein Radweg ist an dieser Stelle laut Sachsens Radwegekonzeption nicht vorgesehen. Zum anderen ist für den Bau eines Radweges ein Baurechtsverfahren notwendig. Das würde für wesentlich längere Planungs- und Genehmigungszeiträume sorgen.

Die Pläne sind bereits von Radaktivisten massiv kritisiert worden. Jetzt hat sich auch die FDP-Kreistagsfraktion eingeschaltet. Diese fordert ein Aussetzen des Straßenbaus zwischen Stürza und Heeselicht. „Mit etwas gutem Willen und ein Zugehen auf die Fahrradfahrer könnte das Landesamt für Straßenbau und Verkehr ohne Weiteres eine Lösung finden“, ist Uwe Steglich, Vorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion und Bürgermeister der Stadt Stolpen, überzeugt. Dagegen halte man aber offenbar an starren Planungen fest. „Wir fordern daher, dass der Bau der Straße ausgesetzt wird und man planungsseitig den Bau eines Radweges ernsthaft prüft“, sagt Steglich. Ein Radweg sei an dieser Stelle dringend nötig. Denn es sei unstrittig, dass auf dem Streckenabschnitt zwischen Stürza und Heeselicht das Verkehrsaufkommen, insbesondere der Lkw-Verkehr, nachweislich wesentlich höher ist. Noch dazu sei die Straße im Moment sehr breit. Im Zuge der Sanierung soll die Schwarzdecke verschmälert und damit zurückgebaut werden. Etwa drei Meter schmaler soll die Trasse künftig werden. Den Rückbau könnte man nutzen, um die vorhandene Fahrbahn gleich als Radweg umzunutzen. Verpasse man diese einmalige Gelegenheit, sei später ein kompliziertes Planungsverfahren einschließlich Ausgleichsplanungen nötig.

Anzeige
Das Deutsche Hygiene-Museum

Mit seinem vielfältigen Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm ist es ein beliebtes Ausflugsziel für Gäste aus aller Welt. Es ist viel mehr als nur ein Museum.

Und noch ein Argument führt die FDP ins Feld. Laut Polizei hätte es in dem Bereich der S 161 in den vergangenen Jahren keine schweren Zwischenfälle mit Radfahrern gegeben. „Verständlich, dass es derzeit keine Unfälle auf dieser Straße mit Radfahrern gibt. Diese haben jetzt auch drei Meter mehr Platz“, sagt Steglich. Diese drei Meter würden nach der Sanierung fehlen. „Muss es auf einer sanierten engen Straße erst zu überhöhten Unfallzahlen kommen, damit ein geplanter Radweg in der Radwegekonzeption des Freistaates Sachsen aufsteigt?“, fragt sich Stolpens Bürgermeister.

Weiterführende Artikel

Symbolbild verwandter Artikel

Nun doch: Radweg an der Rennstrecke

Zwischen Stürza und Heeselicht soll ein straßenbegleitender Radweg geplant werden.

Für Informationen zwischendurch aufs Handy können Sie sich unter www.szlink.de/whatsapp-regio anmelden.