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Straßenbau in Brösen wird teurer

In dem Leisniger Ortsteil gehen die Arbeiten gut voran. Dennoch muss der Stadtrat einen neuen Beschluss dazu fassen.

© André Braun

Von Frank Korn

Leisnig. Die Mitarbeiter verschiedener Firmen haben in den vergangenen Wochen viel geschafft, sodass im Leisniger Ortsteil Brösen ein Ende der Bauarbeiten absehbar ist. Die Firma Andrä Straßen- und Wegebau GmbH ist derzeit mit dem Stützwandbau und dem Straßenbau von der Dorfmitte in Richtung Agrargenossenschaft beschäftigt. „Die Firma hat den Erdbau und die Fundamente an der zu setzenden Stützwand durchgeführt“, berichtet Thomas Schröder, Bauamtsleiter der Stadt Leisnig. Auf 200 Meter Länge sind die Borten eingebracht worden, sodass nun auch mit den Asphaltbauarbeiten begonnen werden konnte. Parallel dazu wird die Stützwand in Form einer Gabionenwand errichtet. Dazu ist es notwendig, dass eine einzelne Gabione angefertigt wird. Das sind Gitterkörbe, die aufeinandergeschichtet und teilweise mit den alten Bruchsteinen gefüllt werden. „Das Landratsamt und die Naturschutzbehörde werden eingeladen, um die Ausführung hinsichtlich der dort ansässigen Eidechsen abzustimmen, ehe die Mauer vollständig fertiggestellt wird“, so Schröder.

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Nachdem der Abwasserzweckverband und die Oewa ihre Maßnahmen abgeschlossen haben, kann der Straßenbau fortgesetzt werden. „Die Arbeiten für die Stichstraße von Kreuzungsmitte bis zur Staatsstraße wurden ausgeschrieben. Die ehemalige Kostenschätzung reicht allerdings für die Angebotspreise nicht aus“, erklärt Schröder. Deshalb sei beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) ein Mehrkostenantrag gestellt worden. Mit der Bewilligung dieses Antrages kann die beauftragte Firma den Auftrag ausführen. Die Beschlussfassung dazu soll in der nächsten Sitzung des Stadtrates am 28. September erfolgen.

Bei allen Bauabschnitten handelt es sich noch um die Beseitigung von Hochwasserschäden aus dem Jahr 2013. Von den Feldern ist damals auch viel Wasser an eine alte Stützmauer geprallt, die deshalb ebenfalls mit in Ordnung gebracht wird. „Wir haben für diesen ungefähr 80 Meter langen Stützmauerbereich naturschutzrechtliche Auflagen erhalten. Diese hängen mit den Eidechsen zusammen, die in der Trockenmauer leben“, erklärte Schröder in einer früheren Sitzung des Stadtrates. Im Unterschied zur bisherigen Mauer wird die neue eine aus Gabionen sein. Eine ähnliche Stützmauer gibt es zum Beispiel an der Straße zwischen Böhrigen und Etzdorf. In der in Brösen sollen die Eidechsen dann einen neuen Lebensraum finden.

Die neue Fahrbahn wird zwischen 3,50 und vier Meter breit asphaltiert. Auch für Landwirtschaftsfahrzeuge, die in der Werkstatt der Agrargenossenschaft gewartet werden müssen, genüge diese Breite, erklärte Schröder auf Anfrage. Für die Randbereiche und Grundstückseinfahrten ist eine Pflastergestaltung geplant. Die Straßenentwässerung ist beziehungsweise wird ebenfalls neu angelegt. (mit DA/sig)