merken

Straßenbau in Thiemendorf und Diehsa liegt im Zeitplan

Die eine Baustelle wird bis Jahresende fertig sein, die andere erst Ende 2018. Über den Winter sind beide Strecken jedoch befahrbar.

© Jens Trenkler

Von Frank-Uwe Michel

Region. Wer bei den wegen der Straßenbaumaßnahmen in Thiemendorf und Diehsa eingerichteten Umleitungen auf ein schnelles Ende gehofft hat, der wird enttäuscht sein. Denn so schnell geht es dann doch nicht. Wie Dieter Peschel, Leiter des Hoch- und Tiefbauamtes im Landratsamt Görlitz, informiert, dauern vor allem in Diehsa die Arbeiten noch längere Zeit an. „In der Kastanienallee werden durch den Trinkwasserverband (TZV) Neiße-Schöps und den Abwasserzweckverband (AZV) Schwarzer Schöps die entsprechenden Leitungen erneuert“, berichtet er. „Wir als Kreis sind mit den Regenwasserleitungen beteiligt. Und natürlich muss die Straße nach einem derartigen Eingriff auch neu aufgebaut werden.“

August Holder GmbH
Zuverlässigkeit und Erfahrung
Zuverlässigkeit und Erfahrung

Kettensäge kaputt oder Profi-Gerät für´s Wochenende gesucht? Bei HOLDER kein Problem: Onlineshop, Werkstatt und Leihservice sorgen für funktionierendes und passendes Gerät.

Zwar beträgt die Gesamtlänge der im Bau befindlichen Straße lediglich 500 Meter, durch die Komplexität des Baugeschehens ziehen sich die Arbeiten jedoch bis Ende des nächsten Jahres hin. Im Moment konzentriert sich die beauftragte Firma STB See auf einen ersten, 70 Meter langen Abschnitt. „Da wir in den nächsten Wochen jederzeit mit Winterwetter rechnen müssen, wird im November eine sogenannte, mit Asphaltbestandteilen versetzte Opferschicht aufgezogen, die auch die Fahrzeuge des Winterdienstes aushält. Im Frühjahr muss sie natürlich wieder abgetragen werden“, erläutert Peschel.

Anspannung herrscht bei Verantwortlichen und Bauleuten gleichermaßen, weil die bei der Industrie bestellten Betonfertigteile auf sich warten lassen. „Durch die hohe Nachfrage in der Baubranche muss man froh sein, wenn man seine Bestellung relativ zeitnah geliefert bekommt. Uns wurde jetzt als voraussichtlicher Termin Ende Oktober genannt“, so Peschel. Die Kosten für das Baugeschehen in Diehsa belaufen sich insgesamt auf rund 1,2 Millionen Euro, wovon 160 000 Euro vom AZV Schwarzer Schöps und 90 000 Euro vom TZV Neiße-Schöps getragen werden. Etwa 950 00 Euro bleiben dem Landkreis und der Gemeinde, die jedoch auf 80 Prozent Förderung durch den Freistaat setzen können.

Kritik übt der Bauamtsleiter jedoch an der Förderpraxis: „Wir haben die Maßnahme im Juni 2016 beantragt, im Juni 2017 wurde sie bewilligt. Durch das Ausschreibungs- und Zuschlagsverfahren ist es jedoch inzwischen Herbst geworden - viel zu spät, um den Herausforderungen eines solch komplexen Bauvorhabens noch gerecht zu werden.“ Überdies sei es momentan schwierig, geeignete Firmen zu bekommen.

Weniger kritisch ist die Situation in Thiemendorf, wo auf der K 8456 die letzte Reparaturmaßnahme nach der Sperrung des A-4-Tunnels Königshainer Berge infolge des Brandes im Jahre 2013 durchgeführt wird. Damals waren Schäden am Entwässerungssystem der Straße entstanden. Der Lkw-Verkehr hatte die Bankette stark in Mitleidenschaft gezogen. Spätestens Mitte November soll die neue Asphaltdecke aufgetragen werden, Ende des Monats will man mit dem 355 Meter langen Straßenabschnitt fertig sein. Peschel: „Unser Ziel ist es, im Winter die Strecke befahren zu können.“ Die Kosten belaufen sich auf 367 000 Euro, die Förderung des Freistaates beträgt 90 Prozent.