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Straßenbau läuft noch zwei Wochen

Derzeit sorgt auf der B 172 in Bad Schandau eine Baustellenampel für Wartezeiten. Das schlimmste Chaos ist aber schon überstanden.

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© Marko Förster

Von Gunnar Klehm

Bad Schandau. Um durch Bad Schandau zu kommen, müssen Autofahrer gegenwärtig etwas mehr Zeit einplanen. Die Bauarbeiten an der Lindenallee sorgen für Verkehrsbehinderungen. Auf der Umleitungsstrecke ist an der Kreuzung der Bundesstraße B 172 zur Elbstraße eine Baustellenampel aufgestellt. Das ist notwendig, weil die Einmündung sehr schmal ist, teilt die Stadtverwaltung mit. Deshalb ist dort normalerweise auch das Linksabbiegen aus Richtung Elbbrücke kommend nicht möglich. Derzeit ist es wegen der Vollsperrung der Lindenstraße – eine vielbefahrene Staatsstraße – aber notwendig. Auch Busse müssen in die Elbstraße einfahren.

Die Ampel hat allerdings zur Folge, dass sich zu den Hauptverkehrszeiten Rückstaus in alle Richtungen bilden. Teilweise reichten sie Richtung Tschechien bis zur Sendigstraße zurück. Grundsätzlich wird sich bis zum 23. Juli auch nichts an der Situation ändern. Bis dahin sollen die Bauarbeiten an der Fahrbahn dauern und steht damit auch die Baustellenampel. Erst wenn die wesentlich übersichtlichere Einmündung der Lindenallee auf die Bundesstraße wieder befahrbar ist, wird sich die Verkehrslage wieder entspannen. Die Baustelle wurde extra in die Sommerferien der Schüler gelegt, weil der Schulbusverkehr sonst nicht regulär hätte laufen können.

Diese Verkehrssituation ist angesichts dessen, was viele Rathmannsdorfer von der ersten Umleitung dieser Baustelle schilderten, aber unproblematisch. In der ersten Ferienwoche war der Anschluss Lindenallee/Sebnitzer Straße in Bad Schandau voll gesperrt. Lkws mussten deshalb eine weiträumige Umleitung über Hohnstein nehmen, was die Fahrzeiten teilweise verdoppelt hatte. Am Anfang der Woche hielten sich offenbar noch viele Fahrer daran. „Am Ende wurde es auf unserer Bergstraße aber chaotisch“, sagt Rathmannsdorfs Bürgermeister Uwe Thiele (CDU). Offenbar wollten sich einige Lkw-Fahrer den langen Umweg ersparen und fuhren verbotenerweise den Schleichweg über die Bergstraße, die hoch in den Ortsteil Höhe führt. „Soweit wir das mitbekommen haben, waren das viele Lkws mit ortsfremden Kennzeichen“, sagt der Bürgermeister.

Die Bergstraße ist aber nicht nur sehr schmal, sondern darf auch nicht von schweren Lkws befahren werden. „Die Tonnagebegrenzung wurde einfach ignoriert“, ärgert sich der Bürgermeister. Zudem sorgten Unfälle mit Blechschäden für erboste Anwohner. Das kam für viele wenig überraschend. Polizei war aber nur selten vor Ort. Sie ist für den fließenden Verkehr zuständig.

Einige Rathmannsdorfer wollen den Beamten nun helfen, die schwarzen Schafe unter den Lkw-Fahrern abzustrafen. Sie machten Fotos, die an die Ordnungsbehörden weitergeleitet wurden.