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Strategie für Fachkräfte

Um den Mangel zu beseitigen, soll eine neue Stelle geschaffen werden, fordert die SPD.

Fachkräftemangel – in etlichen Branchen fehlt Personal: Pfleger, Kellner, Köche, Verkäufer und Erzieher werden seit Jahren dringend gesucht. Das wird sich laut Arbeitsagentur auch so schnell nicht ändern. Stattdessen dauert die Besetzung von freien Stellen immer länger.

Im Kampf um die besten Mitarbeiter locken Firmen mit Firmenwagen, Tablet-Computern und einigem mehr. Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) hat mit der Handwerkskammer einen Aktionsplan unterzeichnet, um junge Menschen wieder fürs Handwerk zu begeistern. Wirtschaft, Wissenschaft, Verbände, Kammern, Gewerkschaften, Arbeitsagentur und Stadt treffen sich regelmäßig in einer Fachkräfteallianz. Doch das reicht nicht, sagt SPD-Stadträtin Kristin Sturm.

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Die Politikerin fordert eine Fachkräftestrategie. Als erster Schritt soll das Amt für Wirtschaftsförderung einen zusätzlichen Mitarbeiter bekommen, der sich ausschließlich um diese Strategie kümmert. „Die Stadt ist auch für die Sicherstellung von Arbeitskräften zuständig“, so Sturm. Bisher kümmere sich das Amt aber vor allem darum, Unternehmen Flächen anzubieten. Stattdessen müsse ein lokales Monitoring erstellt werden.

Das soll vor allem eine konkrete Datengrundlage sein, in welchen Branchen in den kommenden Jahren wie viele Mitarbeiter benötigt werden. Zusammen mit den Stellen, die sich bereits an der Allianz beteiligen, soll so der konkrete Bedarf ermittelt werden. Dann gehe es darum, gezielt Personal zu finden. „Die neue Stelle kann die Probleme nicht lösen, aber sie kann koordinieren und Fördergeld akquirieren“, erklärt die Stadträtin. Zudem profitiere auch die Verwaltung davon, denn auch sie benötigt mehr Mitarbeiter. „Die Stadt kann als gutes Beispiel wirken und die Mitarbeiter in den eigenen Firmen wie der Pflegegesellschaft Cultus besser bezahlen, um von Niedriglöhnen wegzukommen“, so Sturm.

Es gehe auch darum, möglichst Langzeitarbeitslose einzusetzen und Flüchtlinge mit Bleiberecht zu integrieren – durch gezielte Ausbildung in Berufen, in denen es Bedarf gibt. Die neue Stelle soll noch in diesem Jahr besetzt werden und die Strategie Mitte 2019 stehen. (SZ/awe)