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Streit nach der Eingemeindung

Schmiedeberg wehrt sich, weil der Stadtrat Dipps den Bau der Turnhalle zurückgestellt hat. OB Jens Peter steht dazwischen.

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© Egbert Kamprath

Von Franz Herz

Dippoldiswalde. Letzte Woche hat die Stadt Dippoldiswalde ihre Vorhaben für das Investitionsprogramm ans Landratsamt gemeldet. Währenddessen entbrennt zwischen Schmiedeberg und Dippoldiswalde Streit um diese Liste. Dort stand nach dem Vorschlag der Verwaltung der Turnhallenneubau in Schmiedeberg auf dem ersten Platz. Dahinter waren vier Vorhaben aufgeführt für den Fall, dass es mit dem Turnhallenbau nichts wird. Das sind Projekte in den Oberschulen Schmiedeberg und Dippoldiswalde, dem Erlebnisbad Paulsdorf und im Kindergarten Schmiedeberg. Der Stadtrat hat die Reihenfolge dann umgedreht und die Turnhalle auf den letzten Platz der Liste gesetzt.

Jetzt gibt es offiziell Streit darum. Der Ortschaftsrat Schmiedeberg hat den Antrag gestellt, die Streitvertretung einzuberufen, die bei der Eingemeindung für solche Fälle benannt wurde. Auch der Obercarsdorfer Rat schließt sich dem an, wie Ortsvorsteher Karl-Günter Schneider (CDU) mitteilt. Drei Vertreter für Schmiedeberg, Michael Becker, Gerold Haufe und Ulrich Kretzschmar und drei von Dippoldiswalde, Jens Peter, Jürgen Strzebin und Gisela Wohlgemuth sollen sich bei einem Termin Anfang Juni zusammensetzen und gemeinsam eine Lösung suchen. Delikat ist dabei die Person von Jens Peter selbst. Zur Eingemeindung 2014 war er noch einfacher Stadtrat. Jetzt ist er aber Oberbürgermeister und muss die Interessen von Schmiedeberg genauso vertreten wie die von Dipps. „Wie sich das verhält, lasse ich noch prüfen“, kündigte Peter an.