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Sport

Streit um Claudia Pechstein eskaliert

Der Bundestrainer attackiert Claudia Pechstein vor Beginn der Eisschnelllauf-WM. Deren Lebensgefährte führt einen Vergleich zu Jürgen Klinsmann an.

Eisschnellläuferin Claudia Pechstein
Eisschnellläuferin Claudia Pechstein © Robert Michael (Archiv)

Bundestrainer Erik Bouwman hat einen Tag vor Beginn der Eisschnelllauf-Weltmeisterschaften Claudia Pechstein scharf angegriffen. „Leider sorgt ihr Verhalten dafür, dass wir ihre Leistungen nicht mehr genießen können. Über ihre übertriebene Freundlichkeit könnten alle im deutschen Team kotzen. Sie trägt eine Maske mit einer boshaften doppelten Agenda“, erklärte Bouwman in einem Brief, den die „Bild“ am Donnerstag veröffentlichte.

Die Tatsache, dass ihr Freund Matthias Große eine ernsthafte Option auf das Amt des DESG-Präsidenten ist, sei „der größte Witz, den ich je im Spitzensport erlebt habe“, unterstrich Bouwman. „Alle Menschen, die sich ein bisschen im Eisschnelllauf auskennen, wissen, dass Claudia Pechstein nur Eigeninteressen hat. Sie hat noch nie im allgemeinen Interesse gehandelt“, sagte er.

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Große führt Vergleich mit Hertha BSC an

Der Streit zwischen Bouwman und der 48-jährigen Pechstein währt schon seit dem vorigen Sommer, als der Niederländer erklärte, er habe „keinen Bock“, die fünfmalige Olympiasiegerin aus Berlin zu trainieren. Pechstein, die am Samstag bei der Mehrkampf-WM in Hamar antritt, erklärte auf Anfrage: „Ich bin hier bei einer WM und konzentriere mich auf den Sport. Vielen Dank an den Bundestrainer, dass er mich mit seiner Wortmeldung unmittelbar vor dem Beginn der Wettkämpfe bestmöglich unterstützt.“

Ihr Lebensgefährte Große konterte unter Anspielung auf die Vorgänge bei Hertha BSC: „Da hat Erik Bouwman aber blitzartig von Jürgen Klinsmann gelernt, wie man sich selbst disqualifiziert. Da habe ich es relativ einfach und muss nur Michael Preetz zitieren: Das ist perfide, das ist ungehörig.“

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Der Bewerber für das vakante Präsidentenamt im Verband fügte hinzu: „Jemand, der die erfolgreichste Athletin des Verbandes am Tag vor der WM öffentlich diskreditiert, ist nicht in der Lage, ein Team zu führen. Wenn sein Verhalten nicht unverzüglich sanktioniert wird, ist es mehr denn je Zeit dafür, im Verband für Ordnung zu sorgen.“ Er war am Donnerstag beim Eislaufverein Dresden, um sein Konzept vorzustellen. (dpa)