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Streit um Schadenersatz von KWL - Gericht ordnet Gutachten an

Im Streit zwischen den Kommunalen Wasserwerken Leipzig (KWL) und der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) um Schadenersatz in Millionenhöhe will das Oberlandesgericht Dresden zwei Gutachten einholen.

Dresden. Im Streit zwischen den Kommunalen Wasserwerken Leipzig (KWL) und der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) um Schadenersatz in Millionenhöhe will das Oberlandesgericht Dresden zwei Gutachten einholen. Einen entsprechenden Beweisbeschluss verkündete der 8. Zivilsenat am Freitag.

Dabei sollen mit Blick auf eine mögliche Sittenwidrigkeit des Vertrages der Marktpreis für ein Cross-Border-Leasinggeschäft vom September 2006 festgestellt und die Frage der Beratungspflichten über Geschäftsrisiken nach englischem Recht geklärt werden. Ein weiterer Verhandlungstermin wird nach Eingang der Gutachten und Ablauf der Frist zur Stellungnahme bestimmt.

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Die Landesbank verlangt von den KWL Schadenersatz in Höhe von rund 75 Millionen Euro. Das Landgericht Leipzig hatte den Zahlungsanspruch dem Grunde nach für gerechtfertigt erklärt, über die Höhe aber bisher nicht befunden. Gegen die Entscheidung hatte die KWL Berufung beim OLG eingelegt.

Die KWL hatten vor der Finanzkrise hochriskante Anlagegeschäfte abgeschlossen und dabei Millionen verzockt. In London streitet das Unternehmen unter anderem mit der Schweizer Großbank UBS um die Rechtmäßigkeit von Forderungen in Höhe von bis zu 400 Millionen Euro. Die KWL wollen entsprechende Verträge für ungültig erklären lassen. (dpa)