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Streit um Schwimmhallen-Neubau

Das Klotzscher Bad soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Ein Detail stört die Anwohner.

© Archivfoto: Thorsten Eckert

Von Sarah Herrmann

Klotzsche. Der Saal des Dormero-Hotels war am späten Mittwochabend brechend voll. Bei der Diskussion um eine neue Schwimmhalle sorgte vor allem der Standort für Debatten.

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Die Situation: Dresden hat zu wenig Wasserfläche, Bad Klotzsche ist marode

Bei einer Sache sind sich alle Anwesenden einig: Dresden braucht mehr Bäder. Das räumt auch Matthias Waurick, Chef der Dresdner Bäder GmbH, ein. Wenn die Halle am Freiberger Platz fertig saniert ist, habe Dresden etwa 4 900 Quadratmeter Wasserfläche. Laut Deutscher Gesellschaft für das Baden müssten es 5 500 sein. Im Vergleich zu ähnlich großen Städten hängt Dresden hinterher. Dabei gibt es hier viele Schwimmer. Derzeit sind 35 Vereine eingetragen. Im Nord-Westen ist die Lage besonders prekär. Dort gibt es das Nord- sowie das Bad Klotzsche, das stark baufällig ist.

Die Pläne: Standortsuche für neue Halle im Dresdner Nord-Westen läuft

Sowohl Bäder-Chef Waurick als auch Sportbürgermeister Peter Lames (SPD) haben das Gebiet auf der Agenda. 2018 soll ein Neubau in Prohlis entstehen. Wenn die Halle zwei Jahre später steht, wird die alte abgerissen. Ähnliches ist auch in Klotzsche geplant. Das neue Bad im Nord-Westen soll 800 bis 900 Quadratmeter Wasserfläche haben. Geplant sind sechs 25-Meter-Bahnen, ein Mehrzweck- sowie ein Lehrschwimmbecken. Für die Turnvereine, die derzeit in einer Halle am Schwimmkomplex trainieren, werde auch nach Ersatz gesucht. Es soll ein Neubau errichtet oder eine Schulsporthalle erweitert werden. Allerdings laufe die Standortsuche noch. Ist der gefunden, dauert es noch etwa vier Jahre.

Die Kritik: Klotzscher wollen altes Bad behalten oder Neubau im Viertel

Gerade der Standort sorgte für Debatten. Denn die Stadt überlegt, den Neubau für die Klotzscher Halle nicht im Ortsamtsgebiet, sondern weiter südlich zu errichten. So kämen voraussichtlich auch Gäste aus der Neustadt. Das wäre wirtschaftlicher. „Wir sollten die jetzige Stätte nicht aufgeben, sondern ergänzen“, sagt der Klotzscher Steffen Sickert, der auch für die CDU, die zu dem Termin geladen hatte, im Ortsbeirat sitzt. „Wir sollten uns nur davon verabschieden, wenn es eine adäquate Ersatzfläche gibt – in Klotzsche.“ Dafür erntete Sickert Applaus.

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