merken

Streit ums Gelbe

Die Farbe Gelb beschäftigt seit gestern den Bundesgerichtshof (BGH): Das Gericht prüft, ob der Hersteller einer Sprachlernsoftware die Markenrechte von Langenscheidt verletzt.

© dpa

Karlsruhe. Die Farbe Gelb beschäftigt seit gestern den Bundesgerichtshof (BGH): Das Gericht prüft, ob der Hersteller einer Sprachlernsoftware die Markenrechte von Langenscheidt verletzt.

Langenscheidt-Konkurrent Rosetta Stone verwendet beim Internetauftritt, in der Werbung und für Kartonverpackungen einen gelben Farbton. Langenscheidt hat sich 2010 jedoch die Farbmarke „Gelb“ für seine zweisprachigen Wörterbücher in Printform eintragen lassen. Noch ist unklar, wann der BGH sein Urteil verkündet.

Anzeige
Kompetenz in der Vermögensbetreuung
Kompetenz in der Vermögensbetreuung

Geld sicher und gut anlegen? Das ist in Zeiten der Nullzinspolitik nicht einfach. Deshalb sollte man sich gerade jetzt gut beraten lassen.

Der Verlag hat Rosetta Stone auf Unterlassen und Schadenersatz verklagt und vor dem Oberlandesgericht (OLG) Köln 2012 recht bekommen: Aus Verbrauchersicht seien sich die Produkte und Farbtöne sehr ähnlich, hieß es. Potenzielle Käufer könnten daher der irrigen Ansicht sein, die Sprachsoftware stamme von Langenscheidt. Denn die gelben Wörterbücher des Verlages seien schon lange am Markt, Verbraucher seien an sie gewöhnt.

Rosetta Stone ging in Revision. Der gelbe Farbton sei nicht nur Langenscheidt vorbehalten, argumentierte die Anwältin von Rosetta Stone. Auch Verlage wie Duden verwendeten für ihre Produkte gelb. Eine vom OLG herangezogene Umfrage sei außerdem zulasten von Rosetta Stone nicht richtig ausgewertet worden. (dpa)